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Erstaunliche Studie: Wer an Depressionen leidet, erkrankt häufiger an Demenz

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Von: Jasmin Pospiech

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Demenz tritt meist im Alter auf. Doch eine neue Studie zeigt: Auch Jüngere können daran erkranken, wenn sie unter Depressionen leiden.

Edmonton (Kanada) – Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben hierzulande nach jüngsten epidemiologischen Schätzungen rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Zudem kommen täglich durchschnittlich etwa 900 Neuerkrankungen hinzu. Der größte Risikofaktor ist laut Forschung noch immer das Alter. Demnach leiden mehr Senioren an einer Demenzerkrankung als jüngere Menschen.

Erstaunliche Studie: Wer an Depressionen leidet, erkrankt häufiger an Demenz

Doch eine neue Studie der University of Alberta in der kanadischen Stadt Edmonton stellt das jetzt in Frage. Denn die Wissenschaftler wollen weitere Risiken, an Demenz zu erkranken, gefunden haben – und zwar auch für Menschen mittleren Alters. Demnach können auch psychische Krankheiten eine Demenz begünstigen. Das heißt konkret: Leiden Patienten im mittleren Lebensalter an Depressionen, ist ihr Risiko, später an Demenz zu erkranken, um ein Drittel erhöht.

Ein Mann mittleren Alters sitzt auf einer Bank und hält den Kopf zwischen den Händen. (Symbolbild)
Menschen mittleren Alters, die an Depressionen leiden, haben auch ein größeres Risiko, an Demenz zu erkranken. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa

Für ihre Untersuchung haben die Gesundheitsforscher um Studienleiter Dr. Anh Pham elektronische Daten aus Hausarztpraxen von 39.000 Patienten aus Kanada analysiert. Dabei haben sie herausgefunden, dass zudem Menschen, die einsam sind und wenige soziale Kontakte haben, ebenfalls ein höheres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Weitere bekannte Risikofaktoren sind: Rauchen, Diabetes und Arthrose.

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Erstaunliche Studie: Auch starkes Untergewicht Risikofaktor für Demenz

Was zudem auffällt: Probanden, die über 80 Jahre waren und starkes Untergewicht aufwiesen, sollen laut der Studie ebenfalls demenzgefährdeter gewesen sein. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie lange in der Forschung vermutet, haben hingegen genauso wie der Risikofaktor Armut nur wenig Einfluss auf das Demenzrisiko.

Die Wissenschaftler erklären das mit der heutigen modernen Medizin. Demnach ist die Behandlung dieser Erkrankungen schon weit fortgeschritten und sind mithilfe der richtigen medikamentösen Therapie gut in den Griff zu kriegen. Dazu gehört auch eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt von Blutdruck, -zucker- und -fettwerte. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden. 

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