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Demenz durch Schlafstörungen: Achten Sie auf frühe Warnsignale

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Von: Jasmin Pospiech

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Forscher haben ein Warnzeichen entdeckt, das auf Demenz oder Parkinson hinweisen soll – Jahrzehnte vor Ausbruch der Krankheit. So erkennen Sie es.

Toronto – Bei einer Demenz handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die meist im Alter auftritt. Die häufigste Form ist Alzheimer. Hierbei lagern sich Eiweiß-Plaques zwischen den Nervenzellen im Gehirn ab und stören somit die Kommunikation sowie den Transport wichtiger Nährstoffe. Die Folgen sind weitreichend.

Demenz durch Schlafstörungen: Achten Sie auf frühe Warnsignale

Wer von Demenz betroffen ist, wird zunehmend vergesslich und hat große Mühe, sich zu orientieren. Das kann für Betroffene, aber auch Angehörige extrem belastend sein. Über eine Million Menschen leiden laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft hierzulande an der fortschreitenden Beeinträchtigung der Hirnleistung, Tendenz steigend.

Doch Neurowissenschaftler der Universität von Toronto haben in einer Studie herausgefunden, dass es bereits ein frühes Warnzeichen für Demenz geben soll. Das könne bereits Jahrzehnte vor Ausbruch der Krankheit darauf hinweisen, ob man später Demenz entwickelt. Das Verblüffende daran: Laut den kanadischen Forschern soll es sich in unserem Schlafverhalten zeigen!

Ein Mann liegt im Bett neben einem Nachttisch mit Medikamenten. (Symbolbild)
Die Anfänge einer Demenz sollen sich bereits zwölf Jahre vor dem Ausbruch im Bett zeigen. (Symbolbild) © photothek/Imago

Demenz am Schlaf erkennen: Kanadische Forscher entdecken Zusammenhang

Dass chronische Schlafstörungen die Gesundheit belasten können, ist vielen bereits bekannt. Schnarchen zum Beispiel soll etwa auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Wer hingegen schlecht ein- oder durchschläft, fühlt sich mit der Zeit immer erschöpfter, was wiederum auf die Psyche schlagen kann. Personen, die nachts extrem unruhig schlafen, aggressiv träumen und im Traum um sich schlagen, sind häufig von einer sogenannten REM-Schlafverhaltensstörung („REM Sleep Behavior Disorder“, RBD) betroffen.

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Sie zeige den Neurowissenschaftlern zufolge an, dass möglicherweise Jahrzehnte später eine Hirnkrankheit drohen könne. Laut der neuen Studie sollen diejenigen, die unter dieser Schlafstörung leiden, ein 80 bis 100 Prozent höheres Risiko haben, im Alter eine neurodegenerative Erkrankung wie Alzheimer zu entwickeln.

Demenz am Schlaf erkennen: Bei REM-Schlafverhaltensstörung zum Neurologen

Für ihre Untersuchung haben die Forscher aus Kanada 93 Probanden unter die Lupe genommen, denen im Schlaflabor die Diagnose einer REM-Schlafverhaltensstörung gestellt worden war. Das Ergebnis: Jeder zweite Patient soll in den folgenden zwölf Jahren an Parkinson oder Demenz erkrankt sein.

Daher appellieren die kanadischen Forscher nun an Betroffene, bei denen eine REM-Schlafverhaltensstörung festgestellt worden ist, sich vorsichtshalber auch bei einem Neurologen vorzustellen und auf erste Anzeichen einer neurodegenerativen Erkrankung untersuchen zu lassen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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