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Erhöhtes Risiko, sich in Deutschland mit Dengue-Fieber zu infizieren? Wie man der Erkrankung vorbeugen kann

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Tigermücke, die sticht
Die Tigermücke kann verschiedene krankmachende Erreger auf den Menschen übertragen und beispielsweise Dengue-, Chikungunya-, West-Nil- sowie Zika-Fieber auslösen. In den meisten Fällen handelt es sich um Personen, die nach der Rückkehr von einer Asien- oder Südamerika-Reise die Erkrankung mitbringen. © rasika108/Imago

Feuchtwarme Tage bedeuten verstärkt Mückenzeit. Neben den gewöhnlichen Stechmücken fürchten sich viele vor der Ausbreitung derer, die durch ihren Stich Erkrankungen übertragen können.

Sie hat eine auffällige, schwarz-weiße Musterung und kann kleiner als eine gewöhnliche Stechmücke erscheinen: die Asiatische Tigermücke. Ein Stich dieses kleinen Insekts birgt allerdings mitunter schwere gesundheitliche Folgen. Bis zu zwanzig verschiedene krankmachende Viren soll die Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen können, darunter das Dengue-Virus. Sie gilt als wesentlich aggressiver, auch tagsüber, im Vergleich zur heimischen Mücke und ihr Stich löst nicht nur Symptome wie starke Schwellungen und äußerst schmerzhafte Hautirritationen aus.

In Südeuropa, beispielsweise Frankreich und Kroatien, ist es laut Umweltbundesamt (UBA) in den vergangenen Jahren wiederholt zu Krankheitsfällen von Dengue-Fieber gekommen. Auch für Deutschland gilt schon jetzt das Auftreten der Tigermücke als potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit. Was man tun kann, um sich vor Tigermücken und möglichen Erregern wie dem Dengue-Virus hierzulande zu schützen.

Ausbreitung der Tigermücke in Deutschland

Die Asiatische Tigermücke zeichnet sich durch eine starke ⁠Anpassungsfähigkeit⁠ aus – unter anderem aufgrund ihrer gegen Austrocknung resistenten Eier – wodurch sie auch in Europa mittlerweile in rund 26 Ländern nachgewiesen werden konnte. Aufgrund der nach der Corona-Pandemie wieder steigenden Zahlen in tropische Reiseländer und im Hinblick auf klimatische Veränderungen könnte sich die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland ansiedeln und verstärkt ausbreiten. Das Umweltbundesamt (UBA) bezieht sich dabei auch auf Berichte einer erfolgreichen Überwinterung der Asiatischen Tigermücke beispielsweise in Baden-Württemberg.

Experten schätzen das Risiko einer Übertragung von Viren durch die Asiatische Tigermücke hierzulande bisher als verhältnismäßig gering ein. Denn eine Übertragung zum Beispiel des Dengue-Fieber-Virus ist am ehesten möglich, wenn die Tigermücke zeitgleich in ausreichender Dichte dort auftritt, wo sich auch bereits infizierte Personen aufhalten – dies ist in tropischen Ländern eher der Fall. Bereits infizierte Menschen dienen den Mücken, die noch keine Träger des Virus sind, als Reservoir, um den Erreger durch einen Stich weiterzugeben. Dabei können auch nur die weiblichen Tigermücken die Erkrankung übertragen. Dengue-Fieber verläuft in den meisten Fällen mild, Todesfälle sind möglich, aber selten.

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Dennoch sollten auch Menschen in Deutschland dafür sensibilisiert sein, bei Stichen soweit möglich ein Augenmerk auf die Mücke zu haben sowie bei auffälligen Symptomen und Beschwerden nach einem oder mehreren Stichen zum Arzt zu gehen.

Mückenstichen gezielt vorbeugen

Stechmücken können ihre Beute regelrecht riechen. Dafür nutzen sie ein spezielles Sinnesorgan an der Basis ihrer Antennen, über das sie Luftschwingungen, Wärme- und Feuchtigkeitsunterschiede, Kohlendioxid sowie Duftstoffe wahrnehmen. Obwohl die Asiatische Tigermücke auch Säugetiere, Vögel, Amphibien und Reptilien anstechen kann, bevorzugt sie den Menschen als Wirt, so die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.

Um Stichen von Mücken vorbeugen zu können, wird empfohlen, sich an sechs Schutzmaßnahmen zu halten:

Eine Impfung gegen Dengue-Fieber ist verfügbar und wird nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Ständigen Impfkommission (STIKO) unter bestimmten Voraussetzungen als Reiseimpfung empfohlen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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