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Diabetes: Diese Warnzeichen deuten auf eine Unterzuckerung hin

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Von: Jasmina Deshmeh

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Eine Unterzuckerung kann bei DiabetikerInnen als Nebenwirkung einer Therapie mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln auftreten. Woran man sie erkennt und was im Notfall zu tun ist.

Berlin – Man fühlt sich plötzlich schwach und ängstlich und hat das Gefühl, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren: Eine Unterzuckerung ist eine häufige Komplikation bei Diabetes. Sie kann im schlimmsten Fall zu Bewusstlosigkeit führen und damit lebensgefährlich werden. Umso wichtiger ist es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und einzugreifen.

Diabetes: Wann spricht man von Unterzuckerung?

Jede/r DiabetikerIn, der/die Tabletten oder Insulin bekommt, kann unterzuckern. Leichte Unterzuckerungen kommen im Alltag häufiger vor und sind auch bei gesunden Menschen keine Seltenheit. Sinkt der Blutzucker aber unter 65 mg/dl (3,6 mmol/l), wird es gefährlich, warnt die Deutsche Diabetes Hilfe (die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) geht von 70 mg/dl aus). Man spricht dann von einer Hypoglykämie, wobei zwischen milden Hypoglykämien und schweren Hypoglykämien unterschieden wird. Bei einer leichten Unterzuckerung können sich Betroffene meist durch die Aufnahme von Kohlenhydraten selbst helfen, bei einer schweren Unterzuckerung sind sie auf die Hilfe anderer angewiesen.

Diabetes: Häufige Warnsignale

Eine Unterzuckerung teilt sich in drei Phasen, die sich auch in ihren Anzeichen unterscheiden. Sie entstehen durch die Reaktion des Körpers auf den niedrigen Blutzuckerspiegel. Wie stark diese Symptome auftreten, ist von PatientIn zu PatientIn verschieden und hängt vom Blutzuckerwert ab. Wer sich unsicher ist, sollte einen Blutzuckertest machen.

Erste mögliche Anzeichen sind laut Deutscher Diabetes Hilfe:

Bei einem beginnenden Zuckermangel im Gehirn, können folgende Symptome einsetzen:

Ist das Gehirn unterzuckert und kommt es zu einem Energiemangel, kommen diese Beschwerden hinzu:

Eine Unterzuckerung kann auch nachts auftreten. Meist wachen Betroffene dann verschwitzt und abgeschlagen auf. Grund dafür sind die Stresshormone, die der Körper durch die Unterzuckerung ausschüttet. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch Sport am Abend oder alkoholische Getränke vor dem Schlafengehen.

Diabetes: Was tun bei Unterzuckerung?

Während eine leichte Unterzuckerung in der Regel keine Folgen hat, kann eine schwere Hypoglykämie mit Konzentrationsproblemen (etwa beim Autofahren)* oder Bewusstlosigkeit lebensgefährlich sein. Betroffene und das Umfeld sollten entsprechend schnell handeln. Als erste Maßnahme empfiehlt das Deutsche Rote Kreuz Traubenzucker und/oder gezuckerte Getränke zu sich zu nehmen bzw. zu geben. Vorsicht: Light-Produkte mit Süßstoff haben keine Wirkung!

Bei einer starken Unterzuckerung mit Bewusstseinsstörungen sollten Betroffene in die stabile Seitenlage gebracht und der Notarzt (122) gerufen werden. Wer an Typ-1-Diabetes leidet, hat möglicherweise für solche Notfälle auch eine Fertigspritze mit Glukagon dabei, die Angehörige spritzen können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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