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Jeden Tag duschen? Theoretisch reicht einmal pro Woche, laut Experten

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Von: Judith Braun

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Es gehört zum Hygieneempfinden der meisten Menschen dazu, sich täglich zu duschen. Dabei kann dies unserer Haut immens schaden.

München – Duschen gehört bei den meisten Menschen zur täglichen Morgen- oder Abendroutine dazu. Manche brauchen die Dusche, um wach zu werden und frisch in einen neuen Arbeitstag zu starten. Andere wiederum nutzen sie, um den Körper abends von Schmutz zu befreien und sich zu entspannen. Experten warnen allerdings davor, die Haut jeden Tag einzuseifen und sich zu lange unter einen zu heißen Wasserstrahl zu stellen. Denn zu häufiges Duschen kann der Haut ziemlich schaden. Deshalb empfehlen sie zwar eine tägliche Gesichtsreinigung – für den Rest der Körperhaut reicht jedoch wohl eine wöchentliche Dusche aus.

Duschen jeden Tag? Theoretisch reicht es einmal pro Woche, laut Experten

Viele Menschen duschen täglich. Laut Experten kann dies der Haut jedoch schaden. Einmal pro Woche soll reichen.
Duschen gehört für viele Menschen zum täglichen To-Do. Laut Experten kann dies der Haut jedoch schaden. (Symbolbild) © "master1305"/IMAGO

Die äußerste Schicht der Oberhaut, auch Epidermis genannt, ist von einem aus Fett und Wasser bestehenden Säureschutzmantel überzogen. Dieses leicht saure Hautmilieu entsteht durch das Zusammenwirken von Schweiß, Talg sowie Hornzellen und hat im Normalfall einen ph-Wert von 5,5. Jedes Mal, wenn wir unsere Haut waschen, wird nicht nur diese Hautbarriere beeinträchtigt. Intensives Waschen greift laut „geo.de“ auch die sogenannten Barrierelipide an. Diese Fette liegen zwischen den Zellen der Hornschicht, versiegeln sie so und machen sie wasserdicht. Gelangt nun häufig Wasser und Seife an unsere Körperhülle, dann kann sie leicht austrocknen und somit den Eintritt für schädliche Mikroorganismen erleichtern.

Laut Experten benötigt die Haut unseres Körpers – ausgenommen das Gesicht – deshalb theoretisch nur einmal in der Woche eine reinigende Dusche. Da abgestorbene Hautschüppchen und Schweiß der Körperhaut nicht schaden. Nur Sportler und Personen, die viel schwitzen und sich sportlich betätigen, sollten den Schweiß auf jeden Fall von der Haut entfernen. Bei Allergikern spielt außerdem die Tageszeit des Duschens eine Rolle.

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Duschen einmal pro Woche: Dermatologen raten dazu, die Haut zu schonen

Die Tatsache, dass Duschen einmal pro Woche völlig ausreichend ist, entspricht allerdings nicht mehr dem heutigen Hygieneempfinden der meisten Menschen. Deshalb könnte es anfangs schwierig sein, dem Rat der Experten zu folgen. Gerade im Sommer, wenn es heiß ist und das kühlende Wasser einer Dusche zwischendurch die ersehnte Erfrischung bringt. Ihr Gesicht sollten Sie hingegen jeden Abend sanft und gründlich mit einem speziellen Gesichtsreiniger von Make-up und Luftschadstoffen säubern. Diese lagern sich nämlich tagsüber auf ihrer Gesichtshaut ab.

Syndets statt Seife: Verwenden Sie zum Schutz Ihrer Haut geeignete Pflegemittel

Doch es gibt noch weitere Tipps und Ratschläge, die die Haut auch bei häufigem Wasserkontakt schützen können. Dermatologen raten beispielsweise zur Verwendung von leicht sauren, seifenfreien Syndets mit synthetischen waschaktiven Substanzen für die Reinigung, um das Hautmilieu zu erhalten. Sie erkennen die Produkte an Aufschriften wie „seifenfrei“ oder „Syndet“. Obwohl sie wegen ihrer waschaktiven Substanzen, den sogenannten Tensiden, weniger belastend für die Haut sind, sollten auch Syndets sparsam verwendet werden. Anstatt zu rubbeln, tupfen Sie ihre Haut außerdem besser nach dem Duschen mit einem Handtuch trocken.

Duschen: Achten Sie auch auf die Wassertemperatur

Spannt die Haut nach dem Duschen oder Baden, dann können auch Feuchtigkeit spendende Cremes oder Lotions helfen. Fühlt sich Ihre Haut trocken an, dann geben Sie die Hautpflege auf den noch leicht feuchten Körper. Dadurch bildet sich ein dünner Film, der das anhaftende Wasser einschließt, so dass die Haut es nach und nach aufnehmen kann. Achten Sie während des Duschens außerdem auf die Wassertemperatur. Diese sollte nicht höher als 39 Grad sein. Sonst besteht die Gefahr, dass höhere Temperaturen Hautfette lösen. Begrenzen Sie bei häufigem Duschen zudem die Zeit unter dem Wasser auf fünf Minuten. Darüber freut sich dann nicht nur Ihre Haut, sondern sicherlich auch die Umwelt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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