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Ernährung bei Akne: Auf diese Lebensmittel sollten Sie besser verzichten

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Von: Franziska Irrgeher

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Akne hängt mit vielen Faktoren zusammen. Die richtige Ernährung ist zur Vorbeugung und Behandlung von Akne aber wichtig und Symptome können gelindert werden.

Hamburg – Akne ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Hautkrankheit: Über 90 Prozent der Jugendlichen und auch 40 Prozent der Erwachsenen sind davon betroffen. Tritt die hormonelle Akne in der Pubertät auf, wird sie als Akne Vulgaris bezeichnet, im Erwachsenenalter ab 25 Jahren als Akne Tarda. Doch was genau ist Akne und wie wird sie ausgelöst?

Potenzielle Auslöser sind meist eine unzureichende Gesichtsreinigung, hormonelle Schwankungen und Stress und nicht zuletzt eine ungesunde Ernährung. Durch die Corona-Pandemie und die Maskenpflicht hatten viele Menschen erstmalig oder verstärkt mit Hautproblemen durch den Mund-Nase-Schutz zu kämpfen. Durch die Überproduktion von Talg werden die Talgdrüsen und Poren verstopft, was häufig schließlich zu Pickeln am Rücken und im Gesicht führen kann.

Ausgewogen ernähren ist bei Akne maßgeblich für das Hautbild

Menschen, die von Akne betroffen sind, quält meistens die Frage: Was hilft gegen Pickel? In der Regel wird zunächst nach passenden Hautpflegeprodukten gesucht, die die Akne lindern sollen. Salicylsäure, Zinksalben und Kurkuma sind nur einige der bekanntesten und effektivsten Mittel gegen Pickel. Allerdings sind im Übrigen auch Dermatologen der Ansicht, dass das Hautbild mit einer ausgewogenen Ernährung steht und fällt.

Eine Frau drückt vor einem Kosmetikspiegel einen Pickel aus. (Symbolbild)
Mit der richtigen Ernährung, kann man Akne lindern. (Symbolbild) © Christin Klose/dpa

Ernährung bei Akne: Welche Lebensmittel gegen unreine Haut helfen

Auch wenn es bislang keine umfassenden Studien zum Zusammenhang von Akne und der richtigen Ernährung gibt, bestätigen Mediziner und Ernährungsexperten, dass gesunde, nährstoffreiche Lebensmittel das Hautbild und die Gesundheit im Allgemeinen durchaus positiv beeinflussen können.

In diesem Zusammenhang werden vermehrt bestimmte Nährstoffe als äußerst wertvoll und förderlich zur Vorbeugung von Hautunreinheiten klassifiziert:

Ballaststoffe kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und sind ein wichtiger Bestandteil von ausgewogener Ernährung gegen Pickel und unreine Haut, da sie die Fähigkeit haben, die Energiedichte von Lebensmitteln sowie die Ausschüttung von Insulin zu verringern. Lebensmittel, die gute Ballaststoffe enthalten, sind unter anderem:

Ernährung bei Akne: Omega-Fettsäuren, Antioxidantien, Zink und Vitamine sind hilfreich

Des Weiteren wird ein Mix aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren empfohlen, um ein gesundes Hautbild zu fördern, da sie Entzündungen lindern können. Omega-6-Fettsäuren kommen vor allem in pflanzlichen Ölen vor, Omega-3-Fettsäuren in Fischen wie Lachs sowie Chiasamen, Leinsamen und Nüssen. Entzündungshemmend sind außerdem Antioxidantien wie Beerenfrüchte, Avocadoöl sowie Gemüse beispielsweise Kartoffeln und Karotten.

Weitere wertvolle Energiequellen wie Vitamine und Zink gegen Akne sind nicht nur für ein schönes Hautbild, sondern auch für das Immunsystem unabdingbar. Zink ist beispielsweise in grünem Gemüse wie Brokkoli, aber auch in Rindfleisch enthalten und hilft ebenfalls dabei, dass sich Entzündungen zurückbilden. Außerdem ist eine tägliche Handvoll Obst wichtig, um ausreichend viele Vitamine aufzunehmen. Beliebte Obstsorten sind unter anderem Äpfel, Beeren, Papaya, Wassermelone oder auch Nektarinen. Im Internet lassen sich viele passende und einfache Rezepte bei Akne finden.

Auf diese Lebensmittel sollten Sie bei Akne besser verzichten

Es wird schon länger vermutet, dass Milchprodukte die Insulinsekretion erhöhen und somit die Entstehung von Akne begünstigen. Da diese allerdings wichtige Energielieferanten von Kalzium und Protein sind, sollte nicht komplett auf sie verzichtet werden. Vielmehr sollten sie kontrolliert verzehrt werden, beispielsweise an zwei festen Tagen in der Woche. Alternativ ist der Verzehr von Sojamilch bei Akne ratsam, weitere Alternativen sind außerdem Mandel-, Hafer- oder Reismilch.

Darüber hinaus sollte weitestgehend auf Fast-Food-Gerichte, Süßigkeiten oder Lebensmittel aus Weizen wie Weißbrot verzichtet werden. Fettige Lebensmittel wie Pommes oder Kartoffelpuffer können die Hautprobleme ebenfalls verschlimmern. Schließlich sind mindestens zwei Liter Wasser am Tag unverzichtbar. Um Abwechslung ins Spiel zu bringen, bieten sich außerdem ungesüßte Tees an. Fruchtsäfte oder andere gezuckerte Getränke sollten tabu sein.

Ernährung bei Akne: Dermatologen und Ernährungsberater können professionell beraten

Bei Pickeln am Rücken oder im Gesicht kann schließlich auch der Gang zum Dermatologen und Ernährungsberater hilfreich sein. Sie können das Hautbild genauer unter die Lupe nehmen und mit Ausschlusstests untersuchen, welchen Einfluss bestimmte Lebensmittel auf die Akne haben. In Deutschland gibt es in fast jeder Stadt Dermatologen und dermatologische Zentren, die bei der Hautkrankheit helfen können, beispielsweise das Dermatologikum in Hamburg. Um nicht weitere Entzündungen zu fördern, sollte nicht an den Pickeln und Mitessern herumgedrückt werden, auch wenn die Versuchung groß erscheint.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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