1. 24vita
  2. Krankheiten

Sie haben eine Magenschleimhautentzündung? Honig und Milch helfen schnell bei Schmerzen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Kommentare

Eine Magenschleimhautentzündung ist unangenehm und Betroffene möchten sie möglichst schnell wieder loswerden. Bestimmte Lebensmittel wie Honig, Milch und Haferflocken können die Symptome aber lindern.

Berlin – Die Magenschleimhaut ist ein wichtiger Bestandteil unseres Magens. Eine Entzündung dieser Schleimhaut wird als Gastritis, oder auch Magenschleimhautentzündung, bezeichnet und kann eine Reihe unangenehmer Beschwerden hervorrufen. Eine Magenschleimhautentzündung kann verschiedene Gründe haben. Die richtige Ernährung bei Gastritis kann schnell Abhilfe schaffen und Symptome lindern. 

Akute Gastritis: Symptome und Dauer einer Magenschleimhautentzündung

Die Symptomatik und Dauer einer Magenschleimhautentzündung können variieren und hängen in erster Linie davon ab, um welche Art von Entzündung es sich handelt. Hier wird zwischen zwei Hauptvarianten unterschieden: Akute Gastritis und chronische Gastritis.

Während eine chronische Magenschleimhautentzündung häufig zunächst nur schwache oder gar keine Symptome zeigt und dadurch oft lange Zeit unentdeckt bleibt, geht eine akute Gastritis typischerweise mit einer sehr starken und äußerst unangenehmen Symptomatik einher. Mögliche Symptome einer akuten Magenschleimhautentzündung sind folgende:

Zu den typischen Auslösern einer akuten Magenschleimhautentzündung gehören psychische oder physische Belastung, zu viel Alkohol, Nikotin oder Koffein sowie Lebensmittelexzesse oder -vergiftungen. Mit der richtigen Ernährung kann diese Form der Gastritis jedoch häufig schon in wenigen Tagen kuriert werden.

Frischer Honig in einer Glasschale, dazu ein Holzlöffel (Symbolbild)
Wenn Sie an einer Magenschleimhautentzündung leiden, helfen Honig und Milch schnell bei Schmerzen. (Symbolbild) © masik0553/Imago

Chronische Gastritis

Die chronischen Formen der Gastritis werden aufgeteilt in Typ A, B und C.

Die Typ-A-Gastritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Magenschleimhaut angreift, was zu einem Ungleichgewicht bei der Magensäureproduktion führt. Diese Form der Gastritis führt typischerweise zu Blutarmut und kann auch das Krebsrisiko erhöhen.

Die Typ-B-Gastritis wird durch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen. Laut Robert Koch-Institut leiden bis zu fünfzig Prozent der westlichen Bevölkerung an einer Infektion mit Helicobacter pylori. Diese häufigste Form der Gastritis muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen, erhöht jedoch das Risiko für Magengeschwüre und Krebs.

Die Typ-C-Gastritis wird durch chemische Vergiftungen des Verdauungstraktes hervorgerufen. Dies kann passieren, wenn Betroffene häufig Schmerzmedikamente oder Antibiotika zu sich nehmen. Auch der übermäßige Genuss von Nikotin oder Alkohol kann zur Entwicklung einer Typ-C-Gastritis führen.

Ernährung bei Gastritis

Mit der richtigen Ernährung bei Gastritis kann diese nicht nur gelindert werden, sondern ihrer Entstehung kann häufig schon im Voraus vorgebeugt werden. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Nahrungsmittel bei einer Magenschleimhautentzündung helfen und welche lieber aus dem Speiseplan gestrichen werden sollten.

Betroffene sollten vor allem besonders fett- oder zuckerreiche sowie stark gewürzte Lebensmittel vermeiden. Auch Nikotin, Koffein und Alkohol reizen den Magen und Menschen mit Gastritis sollten auf diese verzichten. Weitere Lebensmittel, die zu Komplikationen führen können, sind Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte, einige Kohlsorten sowie sehr fettreiche Käse- und Fleischsorten.

Generell ist es für die Ernährung bei Gastritis außerdem empfehlenswert, statt wenigen großen Mahlzeiten, möglichst viele kleine Mahlzeiten verteilt über den Tag einzunehmen. Der Magen sollte weder über längere Zeit gänzlich leer sein noch mit zu viel Nahrung auf einmal überfordert werden. Außerdem sollten Betroffene auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, optimal sind eineinhalb bis zweieinhalb Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag.

Hausmittel bei Gastritis

Zu den Hausmitteln gegen Gastritis gehören Grüner Tee, Ingwer, Haferbrei und Leinsamen. Auch Honig und Milch können eine lindernde Wirkung haben. Laut einer Studie der University of California, Los Angeles (UCLA), führt der regelmäßige Konsum von Grünem Tee zu einer etwa fünfzig Prozent niedrigeren Wahrscheinlichkeit, an Gastritis oder Magenkrebs zu erkranken.

Ein weiteres bekanntes Mittel gegen Magenbeschwerden ist Ingwer, dieser sollte am besten als Aufguss getrunken werden. Ingwer hilft gegen Übelkeit und wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und verdauungsanregend. Als besonders gut geeignet für die Ernährung bei Gastritis gilt außerdem Haferbrei. Der Brei bildet im Magen eine schützende Schleimschicht und lindert dadurch die säurebedingten Beschwerden.

Einen ähnlichen Effekt haben auch Leinsamen, diese werden am besten über Nacht in Wasser eingeweicht und dann kurz aufgekocht. Zur Süßung von Tees oder zum Haferbrei ist Honig eine gute Wahl. Auch Milch gilt allgemein als bekömmlich, hierbei sollten Betroffene jedoch bevorzugt fettreduzierte Milch verwenden, da vollfette Milchprodukte sich auch negativ auf den Magen auswirken können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare