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Fettleber vorbeugen: Fünf Auslöser, die Ihnen bekannt sein sollten

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Von: Judith Braun

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Eine Fettleber kann zu einer Leberzirrhose und schweren Folgeerkrankungen führen. Umso wichtiger ist es, ihre Auslöser zu kennen und sie zu vermeiden.

Die Fettleber stellt die häufigste Lebererkrankung in Deutschland dar. Jeder dritte Erwachsene und jedes dritte übergewichtige Kind ist inzwischen von einer sogenannten nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL, Non-alcoholic Fatty Liver Disease) betroffen. Wer daran erkrankt, hat ein höheres Risiko, schwere Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Leberkrebs zu erleiden. Im Gegensatz zur alkoholischen Fettleber (AFLD, Alcoholic Fatty Liver Disease) wird AFDL allerdings nicht nur durch Alkoholmissbrauch, sondern auch durch andere Ursachen ausgelöst.

Fettleber vorbeugen: Fünf Ursachen, die Sie unbedingt kennen sollten

Frau hält sich Hand an Bauch
Ein ungesunder Lebensstil, die falsche Ernährung und Bewegungsmangel kann zu einer Fettleber und damit zu ernsthaften Krankheiten führen. © AndreyPopov/IMAGO

Während Mediziner zwar zwischen einer alkoholischen und nicht-alkoholischen Fettleber unterscheiden, ist es oft schwierig, eine eindeutige Unterscheidung zu treffen. Denn die häufigsten Ursachen für eine Fettleber treten laut der Deutschen Leberstiftung oftmals zusammen auf und führen so in Kombination zu der Erkrankung. Zu den Auslösern zählen folgende fünf Risikofaktoren:

Bei einer Fettleber handelt es sich um eine durch Fetteinlagerung vergrößerte Leber. Sie ensteht, wenn die Leber mehr Gifte verarbeiten oder mehr Fette aufnehmen muss, als sie speichern oder abbauen kann. Dadurch lagert sich zusätzlich mehr Fett im Lebergewebe ab. Von einer Leberverfettung spricht man, wenn mehr als fünf Prozent der Leberzellen verfettet sind. Bei einer Fettleber sind es mehr als 50 Prozent. Zudem hat die Fettleber je nach Phase unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper.

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Fettleber: Von Leberfibrose zu Leberzirrhose – Unterschieliche Krankheitsphasen

In der ersten Phase spricht man von einer reinen Fettleber, die noch keine entzündlichen Reaktionen zeigt. Danach folgt die sogenannte Steatohepatitis im zweiten Stadium. Dabei weist die Leber entzündliche Reaktionen auf. Man spricht hier auch von einer sogenannten Fettleberhepatitis. Sie wird unterschieden in eine nicht-alkoholische Fettleberentzündung (NASH) und eine durch Alkoholkonsum verursachte alkoholische Fettleberentzündung (ASH). Aus einer Fettleberhepatitis kann sich eine Leberfibrose entwickeln, bei der sich das Bindegewebe in der Leber vermehrt. Im weiteren Verlauf kann daraus eine Leberzirrhose (Vernarbung der Leber), das Endstadium der Leberfibrose, werden. Eine entzündete Fettleber kann außerdem zu Leberkrebs führen.

Fettleber: Keine medikamentöse Behandlung – Heilung trotzdem möglich

Aktuell gibt es noch keine Möglichkeit, eine Fettleber medikamentös zu behandeln. Verschiedene Medikamente mit differenzierten Wirkprinzipien befinden sich laut der Deutschen Leberstiftung noch im Entwicklungsstatus. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich eine Fettleber durchaus zurückbilden lässt und somit heilbar ist. Die Voraussetzung dafür ist ein veränderter Lebensstil, der in den meisten Fällen unter anderem einen Alkoholverzicht, eine kontrollierte Gewichtsreduktion und mehr Bewegung im Alltag beinhaltet. Eine bedeutende Rolle spielt allerdings die Ernährungsumstellung. Wer unter einer Fettleber leidet, kann sich mit fünf geeigneten Lebensmitteln wieder gesund essen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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