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Fieberkrampf bei Kindern: Kann er tödlich enden?

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Kind mit Fieber liegt mit geschlossenen Augen auf der Couch, Mutter hat die Hand auf dessen Stirn. (Symbolbild)
Fieberkrämpfe dauern in der Regel wenige Sekunden bis maximal 15 Minuten an. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Kinder sind immer mal wieder krank, häufig auch verbunden mit Fieber. Manche der Kleinen erleiden sogar einen Fieberkrampf. Wie gefährlich ist er?

Köln – Viele Eltern wissen nicht, was ein Fieberkrampf ist, bis sie ihn selbst bei ihrem Kind erleben müssen. Ein Anblick, der in den meisten Fällen kaum zu ertragen ist und sich in der Regel bei Mutter und Vater stark einprägt. Ca. zwei bis fünf Prozent der Kinder in Deutschland erleben mindestens einen Fieberkrampf. Dieser tritt typischerweise im Alter zwischen einem halben Jahr und fünf Jahren auf.

Fieberkrampf bei Kindern: Kann er tödlich sein?

In der Regel handelt es sich um sogenannte einfache Fieberkrämpfe, die wenige Sekunden bis maximal 15 Minuten andauern. Nach dem Fieberkrampf ist das Kind meist sehr erschöpft, schläft gegebenenfalls ein und hat sich in der Regel nach ein bis zwei Stunden wieder völlig von dem Ereignis erholt. Fieberkrämpfe verlaufen bei der Mehrzahl der Kinder unkompliziert und ohne bleibende Schäden. „Meist dauert ein Fieberkrampf nur Sekunden bis fünf Minuten. Kinder verdrehen die Augen, verlieren das Bewusstsein und spannen den ganzen Körper an, beginnen zu zucken oder ihr Körper erschlafft. Die Hautfarbe ist blass und der Bereich um die Lippen kann sich blau färben“, berichtet Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gegenüber www.kinderaerzte-im-netz.de.

Fieberkrampf bei Kindern: Welcher Schweregrad ist möglich und was sind die Ursachen?

Zu Fieberkrämpfen kommt es meistens in Zusammenhang mit sehr hohem Fieber über 38 Grad Celcius. In manchen Familien können Fieberkrämpfe gehäuft auftreten, Ärzte vermuten eine genetische Veranlagung. Die einfachen Fieberkrämpfe zeigen sich nur wenige Sekunden. Dagegen gibt es aber die sogenannten komplizierten Fieberkrämpfe, die sehr viel seltener sind, schon bei Säuglingen oder bei Kindern ab fünf Jahren auftreten können und häufig länger als 15 Minuten andauern. Ein komplizierter Fieberkrampf ist in etwa vier von 100 Fällen ein erstes Anzeichen für eine spätere Epilepsie*. Diese Art von Fieberkrampf tritt wesentlich seltener auf. In jedem Fall ist es wichtig, den Notarzt zu informieren und sich nach einem komplizierten Fieberkrampf an den behandelnden Kinderarzt und ggf. Experten zu wenden. Regelmäßig hohes Fieber und Fieberkrämpfe sollten unbedingt ärztlich abgeklärt* werden.

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Fieberkrampf: Was tun, wenn Ihr Kind einen Anfall erleidet?

Eltern beschreiben immer wieder mit großem Entsetzen diesen Moment des Fieberkrampfs beim eigenen Kind, insbesondere wenn sie einen derartigen Anfall zum ersten Mal beobachten. „Eltern sollten dennoch versuchen, in dieser Situation Ruhe zu bewahren, so schwierig es auch scheinen mag. Und dann den Notarzt unter der Nummer 112 verständigen., rät Dr. Fegeler. Bis der Arzt kommt, am besten Erste Hilfe leisten und das Kind in die stabile Seitenlage bringen, so dass Speichel und gegebenenfalls Erbrochenes aus dem Mund fließen kann und nicht in die Atemwege gelangt. „Keinesfalls dürfen sie das Kind schütteln!“, warnt der Kinder- und Jugendarzt.

Fieberkrampf bei Kindern: Schreckmoment mit Muskelzuckungen und Bewusstlosigkeit

Ein Fieberkrampf kann sowohl am Tag als auch in der Nacht auftreten. Auch im Schlaf kann Ihr Kind einen Fieberkrampf erleiden. Ob tagsüber oder nachts, Kinder bekommen von dem Fieberkrampf meistens bewusst nichts mit. Die Prognose ist in der Regel sehr gut. Fieberkrämpfe sind in den meisten Fällen nicht gefährlich und führen nicht zum Tod. *Merkur.de und kreisbote.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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