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FSME-Risikogebiete nehmen zu: In diesen 5 Regionen ist die Zecken-Gefahr groß

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Von: Laura Knops

Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) breitet sich in Deutschland weiter aus, warnt das RKI. In welchen Regionen Sie besonders vorsichtig sein sollten und wie Sie sich schützen können, lesen Sie hier. 

Berlin – Bereits in den vergangenen Jahren hat sich die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) immer weiter in Deutschland ausgebreitet. Nun zählen fünf weitere Regionen zu den FSME-Risikogebieten. Erstmals erklärte das Robert-Koch-Institut (RKI) im aktuellen epidemiologischen Bulletin die Stadt Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) sowie jeweils ein Kreis in Bayern (Dillingen a. d. Donau), Hessen (Fulda), Sachsen (Mittelsachsen) und Thüringen (Weimarer Land) zu FSME-Risikogebieten.

FSME-Risikogebiete: In diesen fünf Regionen ist die Zecken-Gefahr groß

Inklusive der fünf neuen Gebieten gelten nun 169 Kreise in Deutschen als Risikogebiete für die meist von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME. Darüber berichtet auch die Fuldaerzeitung.de*. Regionen werden laut RKI zu FSME-Risikogebieten erklärt, sobald in einem Gebiet ein so großes Risiko besteht, sich mit der Krankheit anzustecken, dass eine Schutzimpfung empfohlen wird. Errechnet wird das Erkrankungsrisiko dabei anhand der im Vorjahr gemeldeten FSME-Fälle.

Laut Experten des RKI besteht besonders in folgenden Regionen ein Risiko für eine FSME-Infektion:

Auch in Mittelhessen, im Saarland, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen befinden sich zudem einzelne Risikogebiete.

Die Zahl durch Zecken übertragener Erkrankungen ist in Bayern im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Ein Grund ist auch der Corona-Lockdown*, wie Merkur.de berichtet.

FSME-Risikogebiete: Wie gefährlich ist FSME wirklich?

Mit der weiteren Ausbreitung der Risikogebiete steigt auch die Gefahr, sich mit der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME zu infizieren. So erkrankten im vergangenen Jahr so viele Menschen in Deutschland an FSME wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 2001*. Insgesamt wurden im letzten Jahr 704 Erkrankungen gezählt, 2019 waren es gerade einmal 445.

Womit die deutlichen höheren Fallzahlen zusammenhängen, ist laut Experten bisher unklar. Grund dafür könnte möglicherweise sein, dass viele Menschen bedingt durch die Corona-Pandemie mehr Zeit im Freien und der Natur verbrachten.

FSME-Risikogebiete: Wie erkennt man FSME?

Bei der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) handelt es sich um eine meist von Zecken übertragene Hirnhautentzündung. Erste Anzeichen einer Infektion sind Beschwerden wie Kopfschmerzen und Fieber. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen kann es zudem zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen. In seltenen Fällen kann die Krankheit tödlich verlaufen.

Trotz der steigenden Fallzahlen ist die Wahrscheinlichkeit an FSME zu erkranken, relativ gering. So tragen nach Angaben des RKI lediglich nur rund 0,1 bis maximal fünf Prozent aller Zecken das Virus in sich. Darüber hinaus kommt es nur bei einem Zehntel der Zeckenstiche zu einer Infektion.

Wie sinnvoll ist eine FSME Impfung?

Besonders in den Sommermonaten von Mai bis Oktober erkranken immer mehr Menschen an der Krankheit, obwohl sich sogar mit natürlichen Mitteln die Zecken fernhalten lassen*. Während die FSME-Impfung einen zuverlässigen Schutz gegen FSME bietet, sind die Impfquoten in den betroffenen Risikogebieten noch sehr niedrig.

Zecken sind vermehrt in lichten Wäldern und Waldrändern zu finden. Aber auch in hohem Gras oder Büsche können sich Zecken verstecken. Experten empfehlen die Impfung gegen FSME daher vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben und in ihrer Freizeit oder beruflich viel Zeit in der Natur verbringen. *fr.de,merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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