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Geimpfte auf der Intensivstation – Israels Krankenhäuser überlastet

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Von: Jasmin Farah

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Israel galt als Corona-Impfweltmeister. Doch nun scheint es, als ob es unter der Omikron-Welle zusammenbräche. Was sagt das über die Covid-Impfung aus?

Tel Aviv – Israel galt lange Zeit als Vorzeige-Land in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Schließlich war es schon früh Impfweltmeister. Aktuell wird sogar schon das vierte Mal geimpft. Das gilt besonders für Menschen über 60 Jahre und Jüngere mit Vorerkrankungen. Dennoch breitet sich Omikron auch in Israel zusehends aus, Kliniken im Land melden Rekordwerte bei den schwer Erkrankten. Doch wie kann das sein? Gibt es immer mehr Impfdurchbrüche?

Geimpfte auf der Intensivstation – was sagt das über die Corona-Impfung aus?

Das Land liegt mittlerweile bei den Zweitimpfungen sogar noch hinter Deutschland. Zum Vergleich: Während in Israel gerade mal 68 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen SARS-CoV-2 grundimmunisiert ist, sind es hierzulande bereits 74,4 Prozent. Auch bei den Booster-Impfungen liegen die beiden Länder fast gleichauf. In Deutschland haben bereits 54,3 Prozent der Bevölkerung den dritten Piks bekommen, in Israel sind es 54,5 Prozent.

Medizinisches Personal versorgt einen Corona-Patienten auf Intensivstation. (Symbolbild)
Die Intensivstationen in Israel klagen über eine hohe Belastung durch Corona-Patienten. (Symbolbild) © Xinhua/Imago

Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) ist auf Twitter klar: Viele an Omikron schwer Erkrankte sind ungeimpfte Risikopatienten. Denn ungeimpfte oder nur teilweise geimpfte Patienten über 60 Jahre machen demnach 43 Prozent der Todesfälle über 60 aus. In dieser Altersgruppe sind zwölf Prozent der Menschen ungeimpft oder nur teilweise geimpft. 

Geimpfte auf der Intensivstation – bricht jetzt die Omikron-Welle?

Ihre Lage verschärfe sich dadurch, so Experten, da Israels Premierminister Naftali Bennett (49) einen erneuten Lockdown trotz der hohen Corona-Zahlen ausgeschlossen hat. Man wolle so verhindern, dass das öffentliche Leben zu sehr eingeschränkt wird.

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Dennoch mehren sich Berichte, dass die Omikron-Welle trotz der angespannten Situation in den Intensivstationen in Israel allmählich abnimmt. Der Experte Eran Segal vom Weizmann Institute in Rechovot glaubt, dass der Höhepunkt der Welle bereits erreicht sei. Deshalb zieht die israelische Regierung nun weitere Lockerungen im Land in Erwägung. Doch einige Experten kritisieren laut der „Tagesschau“ diesen Vorstoß heftig. Denn schließlich schrumpfe weiterhin der Anreiz, sich gegen Corona impfen zu lassen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden. 

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