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Geimpfte auf Intensivstation: Warum auch geschützte Menschen krank werden

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Von: Anna Katharina Küsters

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Die Impfung gegen das Corona-Virus wirkt, auch wenn es geimpfte Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser gibt. Es kommt auf den Schutz an.

München – Es gibt mittlerweile kaum noch eine Person in Deutschland, die sich noch nicht mit Corona infiziert hat. Besonders die aktuelle Variante Omikron konnte sich in den vergangenen Wochen weit verbreiten und treibt die 7-Tage-Inzidenz nach oben. Die Lage auf den Intensivstationen ist dabei glücklicherweise entspannter, als noch im Jahr zuvor. Eine große Motivation vieler, sich impfen zu lassen, war die Hoffnung, mit Impfung bei einer Corona-Erkrankung die Intensivstation umgehen zu können. Doch auch dort gibt es mittlerweile Patienten, die trotz Impfung viel Hilfe brauchen. Das ist aber normal und kein Zeichen dafür, dass die Impfung nicht wirkt.

Geimpfte auf Intensivstation: Warum auch geimpfte Menschen krank werden

Immer wieder berichten Medien darüber, dass auch geimpfte Menschen mit einem schweren Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion auf der Intensivstation landen. Das löst bei vielen Sorge aus und den Verdacht, die Impfung wirke nicht so, wie sie soll. Doch wer sich die Zahlen und Zusammenhänge genauer anschaut, weiß schnell: Das stimmt nicht.

Zu sehen ist eine Intensivstation, in der gerade ein Corona-Patient behandelt wird. (Symbolbild)
Auch Geimpfte können mit einer Corona-Infektion auf der Intensivstation liegen. (Symbolbild) © Florian Bachmeier/Imago

So ist eine Impfung niemals ein 100-prozentiger Schutz. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Grippeimpfung. Die verhindert zwar jedes Jahr viele Ansteckungen, aber mildert vor allem einen Krankheitsverlauf. Eine Sicherheit, sich niemals mit einem Grippevirus zu infizieren, gibt sie nicht. So ist die Corona-Impfung auch als Schutz zu verstehen, nicht als Garant, sich niemals anzustecken.

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Geimpfte auf Intensivstation: Zahl der Geimpften wächst

Hinzu kommt laut dem Westdeutschen Rundfunk (WDR), dass die Anzahl der Geimpften in Deutschland deutlich höher liegt als die der Ungeimpften. Das bedeutet, dass auch die Gruppe an geimpften Menschen, die sich infiziert und dann auf die Intensivstation muss, größer ist. Ein einfacher Vergleich macht das klar: Wären beispielsweise 100 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft, lägen 100 Prozent Geimpfte auf den Intensivstationen. Anteilig gesehen ist die Anzahl der Ungeimpften im Krankenhaus also sogar deutlich höher als der Geimpften. Geimpfte auf der Intensivstation sind zudem meist ältere, bereits geschwächte Personen, die ohne Impfung abschließend wahrscheinlich deutlich schlechtere Überlebenschancen hätten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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