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Häufiger Harndrang: Wie Sie mit einem Trink- und Toilettenplan eine schwache Blase unter Kontrolle bringen

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Von: Judith Braun

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Eine schwache Blase führt meist auch zu häufigem Harndrang. Betroffene verspüren Leidensdruck. Mit gezieltem Training kann man dem Leiden jedoch entgegenwirken.

Hinter ständigem Harndrang können unterschiedliche Ursachen stecken, wie etwa eine Harnwegsinfektion oder eine überaktive Blase. Häufiger Harndrang kann jedoch auch ein Anzeichen für Herzschwäche sein. Wer unter einer überaktiven oder schwachen Blase leidet, verspürt häufiger als andere den Drang, Wasser lassen zu müssen. Zudem fühlen sich Betroffene oftmals dazu gezwungen, sofort die Toilette aufzusuchen oder sie verlieren sogar vor dem Erreichen tröpfchenweise Urin. Um die Kontrolle über die Blase zurückzubekommen, kann sowohl ein Blasentraining als auch ein konkreter Toilettenplan helfen.

Ständig Harndrang: Toilettenplan bringt Kontrolle über Blase zurück

Frau hält sich Hände an den Bauch.
Zu einem Blasentraining gehören neben einem Toiletten- und Trinkplan auch verschiedene verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Die Grundlage bildet ein Tagebuch. ©  leungchopan/IMAGO

Das Ziel eines Blasentrainings ist es, übermäßigen Harndrang zu reduzieren und Toilettenbesuche zu verringern. Die Blase soll dabei lernen, sich stärker zu dehnen und mehr Harn zu speichern. Neben einem konkreten Trink- und Toilettenplan gehören auch verschiedene verhaltenstherapeutische Maßnahmen zu einem Blasentraining. Die Grundlage bildet ein Tagebuch, indem notiert wird, wie häufig man pinkeln muss, wieviel Urin abgeht und wieviel Flüssigkeit man am Tag aufnimmt. Die Aufzeichnungen dienen dazu, dass ein Arzt oder eine Ärztin die hinter dem häufigen Harndrang steckende Ursache besser erkennen kann.

Ein weiterer Teil des Blasentrainings ist ein konkreter Toilettenplan. Dieser sollte nicht nur tagsüber, sondern auch nachts eingehalten werden. Am Tag lassen sich allerdings eher Erfolge verzeichnen, nachts hingegen kostet es viel Energie. Deshalb ist es empfehlenswert, das Training erst mit der Zeit auf die Nacht auszuweiten. Der Toilettenplan beinhaltet folgende vier Komponenten:

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Ständig Harndrang: Wie Sie mit einem Trinkplan Ihre Blase stärken können

Bei einem Blasentraining wird ein Toilettenplan mit einem Trinkplan kombiniert. Mit diesem können Sie dokumentieren, wie viel Sie am Tag trinken. Denn häufig nehmen Menschen mit einer überaktiven Blase zu wenig Flüssigkeit auf – aus Angst, die Toilette nicht mehr rechtzeitig zu erreichen. Ausreichend Flüssigkeit ist allerdings wichtig. Sobald der Wassergehalt im Urin nämlich zu gering ist, kann die Blasenschleimhaut durch die stark konzentrierten Bestandteile des Urins angegriffen werden. So wird sie auf Dauer gereizt und infolgedessen können sich die Symptome verschlimmern. Beim Trinken sollten Sie deshalb folgendes beachten:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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