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Plötzlicher Herztod nach Herzinfarkt viel wahrscheinlicher: Sieben Anzeichen

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Von: Judith Braun

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Ein Kammerflimmern kann zu einem plötzlichen Herzstillstand führen – ausgelöst durch einen Herzinfarkt. Deshalb sollte man mögliche Vorboten kennen.

Im Jahr 2007 brach der Fussballprofi Antonio Puerta vom FC Sevilla plötzlich mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand auf dem Spielfeld zusammen. Kurze Zeit später starb er im Krankenhaus im Alter von 22 Jahren. Ein plötzlicher Herztod, wie der Sportler ihn erlitt, scheint überraschend und aus heiterem Himmel zu kommen. Allerdings gehen ihm meist langjährige Herz-Kreislauf-Erkrankungen voraus. Auch Puerta litt unter einer solchen, der arrhythmogenen Kardiomyopathie. Die häufigste Ursache für einen plötzlichen Herzstillstand ist allerdings die koronare Herzerkrankung, zu der auch ein Herzinfarkt zählt.

Herzinfarkt: Gefahr für plötzlichen Herztod steigt

Mann hält sich Hand an Brust.
Ein Herzinfarkt kann sich durch Schmerzen in der Brust zeigen und die Ursache für Kammerflimmern sein. Im schlimmsten Fall führt dies zum plötzlichen Herztod. © Frédéric Cirou/IMAGO

In Deutschland erleiden jedes Jahr ca. 65.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Bei etwa 60.000 endet er tödlich. Ein Drittel der Betroffenen ist jünger als 65 Jahren. Jede Herz-Kreislauf-Erkrankung, die zu Herzrhythmusstörungen führen kann, ist ein möglicher Auslöser für den tödlichen Herzstillstand. Denn der plötzliche Herztod entsteht unmittelbar durch eine bösartige Herzrhythmusstörung, dem sogenannten Kammerflimmern. Dabei bricht der Kreislauf innerhalb von wenigen Sekunden zusammen. Zudem hört das Herz auf zu schlagen und der Blutdruck sinkt auf null. Nur wenige Sekunden später schwindet das Bewusstsein, Minuten später kommt es zum Aussetzen der Atmung und etwa zehn Minuten danach tritt der Tod ein.

Bei Personen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, steigt das Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu sterben. Ursache für einen Herzinfarkt sind meist verstopfte Blutgerinnsel und Koronararterien. Die Blutgefäße sind für die Blut- und Sauerstoffzufuhr zuständig. Wenn sie verschlossen sind, funktionieren sie allerdings nicht mehr und durch die Verschließung eines Herzkranzgefäßes kann eine Region nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. So können Teile des Herzmuskels absterben und Herzrhythmusstörungen wie das Kammerflimmern, welches im schlimmsten Fall zum Tod führen kann, entstehen.

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Herzinfarkt: Bei Kammerflimmern droht plötzlicher Herztod – Sieben Anzeichen

Dabei kann eine Schädigung des Herzmuskels ein Kammerflimmern auslösen. Beim Herzinfarkt, dessen Risiko durch den Verzehr von Milchprodukten beeinflusst werden kann, handelt es sich um die häufigste Ursache des Leidens. Ein Kammerflimmern zeigt sich durch eine innerhalb weniger Sekunden eintretende Bewusstlosigkeit ohne Puls und Atemtätigkeit. Hierbei handelt es sich um ein Leitsymptom. Allerdings können auch Symptome der zugrundeliegenden Herzerkrankung Vorboten für ein Kammerflimmern sein, welches meist aus völligem Wohlbefinden heraus auftritt. Warnsignale für einen Herzinfarkt sind folgende:

Bei Symptomen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können, zum Beispiel Brustschmerzen, Engegefühl in der Brust oder Atemnot, sollte man nicht lange zögern, sondern reagieren und sofort den Notarzt rufen. Bei Kammerflimmern handelt es sich außerdem immer um eine unmittelbar lebensbedrohliche Situation, die sofort Maßnahmen der Wiederbelebung erfordert.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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