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Bin ich Hypochonder? Das sind die wichtigsten Symptome der Angststörung

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Von: Kristina Wagenlehner

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Ein Mann sitzt auf einem Sofa und hat einen Laptop auf seinen Beinen. Er hat die Hände an die Wangen gelegt. (Symbolbild)
Hypochondrie ist eine psychische Störung, die durch Angst gekennzeichnet ist. (Symbolbild) © Simona Pilolla/Imago

Hypochonder: Sie haben Beschwerden, googeln die Symptome und durchlaufen einen „Ärztemarathon“: Doch die Mediziner finden keine körperliche Ursache. Was dahintersteckt.

Köln – Die Betroffenen denken, sie sind krank, aber die Ärzte finden keine organische Ursache. Sie suchen einen Arzt oder Ärztin und Praxis nach der anderen auf. Bekommen eine Überweisung zum Facharzt. Auch dieser findet nichts. Am Ende heißt es: Die Betroffenen leiden an einer Krankheitsangststörung.

Bin ich Hypochonder? Die Angst, schwerkrank zu sein

Ist das Stechen im Bauch schon ein Magengeschwür? Der Kopfschmerz ein Tumor? Was die einen kaum wahrnehmen, verursacht bei anderen riesengroße Ängste: Menschen mit einer Krankheitsangststörung werden von der Angst, ernsthaft krank zu sein, bestimmt. Zwangsgedanken sind typisch.* Sie richten ihr ganzes Leben nach der Ursachenforschung der vermeintlichen Krankheit aus. Sechs von 100 Männern und Frauen kennen milde Formen dieser Krankheitsängste, bei etwa einer Person nehmen sie behandlungsbedürftige Züge an, wie die „Apotheken Umschau“ berichtet.

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Bin ich Hypochonder? Die Symptome

Eines ist ganz wichtig: Menschen, die unter einer hypochondrischen Störung leiden, sind krank. In der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten der WHO (ICD) ist die hypochondrische Störung als ICD-10: Code F45.2 aufgelistet. Was kennzeichnet die Krankheit?

Die ständige Angst und Frustration der Betroffenen macht sie mit der Zeit mürbe. Weitere Krankheiten, wie eine Depression oder Schlafstörungen, können daraus entstehen.

Bin ich Hypochonder? Der Weg aus der Krankheitsangst

Wie kann Hypochondern und Hypochonderinnen geholfen werden? Anna Pohl und ihre Kolleginnen und Kollegen setzen die kognitive Verhaltenstherapie ein: Dabei lernen die Betroffenen, Ängste auszuhalten, unabhängiger von ihnen zu handeln und ihre Denkweisen zu hinterfragen. Das gelingt, indem sie üben, ihre Aufmerksamkeit weg vom Körper zu lenken.

Leicht ist das nicht, meint Pohl: „Die Angst hat eine Autobahn zementiert. Mit der Behandlung versuchen wir, einen neuen Pfad durch den Wald zu ebnen.“ (Mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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