1. 24vita
  2. Krankheiten

Ibuprofen-Langzeitschäden: Gastritis und (Magen-Darm-)Geschwüre gehören dazu

Erstellt:

Von: Anna Katharina Küsters

Kommentare

Ibuprofen ist ein beliebtes Schmerzmittel. Doch bei zu hoher Dosierung führt das Medikament zu Magenproblemen. So verhindern sie Nebenwirkungen.

Köln – Das Schmerzmittel Ibuprofen ist für viele Menschen im Alltag ein Allheilmittel. Sei es bei Fieber, bei Unterleibsschmerzen oder Kopfschmerzen: Die Tabletten machen je nach Dosierung die Schmerzen schnell ertragbar und sind leichter eingenommen als die wahre Schmerz-Ursache gefunden und bekämpft. Doch so praktisch das Medikament auch sein mag, übertreiben sollte es damit niemand. Denn der Magen-Darm-Trakt reagiert auf Ibuprofen schnell empfindlich und Gastritis oder Magen-Darm-Geschwüre sind bei einer zu hohen Ibuprofen-Dosierung keine Seltenheit.

Ibuprofen-Langzeitschäden: Gastritis und (Magen-Darm-)Geschwüre gehören dazu

Im Alltag muss es oft schnell gehen. Ibuprofen kommt da als Schmerzmittel wie gerufen, denn die kleine Tablette löst scheinbar sofort alle Probleme: Sie wirkt nach kurzer Zeit und stoppt nicht nur den Schmerz, sondern lindert auch noch Entzündungen. Dabei lässt sich Ibuprofen mit unterschiedlich hoher Wirkstoffdosierung kaufen. Doch wie Bonbons sollten Patienten die Tabletten auf keinen Fall nehmen, denn neben seiner schmerzlindernden Wirkung bringt Ibuprofen auch viele Nebenwirkungen mit sich, die oft nicht so bekannt sind. Gastritis und Geschwüre im Magen-Darm-Bereich gehören zum Beispiel dazu.

Ibuprofen gehört nicht zu den Steroiden, ist also kein Kortison. Dadurch sind Nebenwirkungen wie aufgeschwemmte Haut ausgeschlossen. Schmerz kann das Medikament deshalb unterdrücken, da es das Enzym Cyclooxygenase hemmt. Das wiederum bildet im Körper Prostaglandine, die Schmerzen und Entzündungen hervorrufen.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Wer einen empfindlichen Magen hat, der sollte Ibuprofen immer zu den Mahlzeiten einnehmen. Denn die Wirkstoffe des Medikamentes greifen den Magen und Darm schnell an, auch bei einer Tablette. Ist der Magen aber mit Nahrung gefüllt, schwächt das die reizende Wirkung des Medikamentes etwas ab. Müssen Sie regelmäßig Ibuprofen nehmen, empfiehlt es sich außerdem, Magenschutzmittel einzunehmen. Sonst entstehen auf Dauer unangenehme Nebenwirkungen.

Zu sehen ist der Oberkörper einer Frau, die in einer Hand ein Glas Wasser und in der anderen zwei weiße Tabletten hält. (Symbolbild)
Ibuprofen wirken zwar schnell, haben aber auch Nebenwirkungen. (Symbolbild) © Science Photo Library/Imago

Ibuprofen-Langzeitschäden: Mögliche Nebenwirkungen bedenken

Die häufigsten Nebenwirkungen laut Beipackzettel beziehen sich fast alle auf den Magen-Darm-Trakt. Dazu gehören zum Beispiel:

Gastritis ist besonders unangenehm, da dabei der Verdauungstrakt im Magen angegriffen ist. Die Magenschleimhaut ist von einer schützenden Schleimschicht überzogen, damit der in der Magenschleimhaut produzierte Magensaft den Magen selbst nicht angreift, sondern nur das Essen zersetzt. Ist die Magenschleimhaut entzündet, ist die schützende Schleimschicht nicht in Takt und kann ihre schützende Funktion nicht mehr richtig erfüllen.

Die Folge sind zum Beispiel Übelkeit, Magenschmerzen, Völlegefühl. Das Problematische an einer durch Ibuprofen ausgelösten Magenschleimhautentzündung ist, dass sie meist chronisch ist. Das bedeutet, sie lässt sich nicht mehr vollständig bekämpfen und kommt immer wieder. Noch ein Grund mehr also, bei der Nutzung von Schmerzmittel vorsichtig zu sein.

Ibuprofen-Langzeitschäden: Finger weg von Ibuprofen, wenn folgende Krankheiten vorliegen

In manchen Fällen ist die Einnahme von Ibuprofen sogar verboten. So zum Beispiel, wenn Sie auf das Medikament allergisch reagieren, wenn Ihre Leber oder Niere krank ist oder Sie eine Herzmuskelschwäche haben. Auch bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt müssen Sie vorsichtig sein und eine Einnahme immer erst mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vorher abklären. Schwangere müssen vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auf Ibuprofen verzichten und dürfen es in der Zeit davor nur dann verwenden, wenn der behandelnde Arzt oder die Ärztin es empfiehlt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare