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Kein Lockdown mehr: Das bedeutet Spahns Ankündigung für Ungeimpfte

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Von: Christine Pander

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sitzt mit Anzug in der Bundespressekonferenz (Symbolbild)
Der Druck auf Ungeimpfte wächst: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündet neue Beschlüsse (Symbolbild) © Jürgen Heinrich/ Imago

Der Druck auf Ungeimpfte wächst: Ab dem 11. Oktober gibt es keine kostenlosen Schnelltests mehr. Und auch einen Lockdown soll es nicht mehr geben – zumindest für Geimpfte.

Berlin – Sollte aufgrund der Corona-Pandemie ein neuer Lockdown nötig sein, wird er nicht mehr für Geimpfte gelten. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn nach dem Bund-Länder-Gipfel angekündigt. Vollständig Geimpfte können sich demnach sicher sein, dass es zu keinen massiven Beschränkungen mehr für sie kommen wird, auch wenn die gefürchtete 4. Welle rollt.

Kein Lockdown mehr: Geimpfte müssen keine neuen Beschränkungen befürchten

„Für diese drei von vier Erwachsenen, die sich haben impfen lassen, wird es keinen erneuten Lockdown geben“, sagte der CDU-Politiker in einem ARD-Extra am Dienstagabend (10. August 2021). Das sei aktuelle Rechtslage und bundesgesetzlich geregelt. Die Geimpften könnten sich sicher sein, dass es für sie keine neuen Beschränkungen gebe.

Jens Spahn nutze die Gelegenheit und sandte außerdem erneut einen Appell an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Noch seien immer noch nicht genügend Menschen geimpft, um eine sehr starke Belastung oder Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte unterdessen, dass Ungeimpften wohl bald weniger Freiheiten eingeräumt werden, als Geimpften oder Genesenen.

Ein Beispiel: Ab Oktober werden die Corona-Tests kostenpflichtig. Jedoch nur für diejenigen, die bereits ein Impfangebot erhalten haben. Unter anderem für Schüler bleiben die Tests weiterhin kostenlos. Und da die 3-G-Regeln (Geimpft, Genesen, Getestet) im Herbst eine maßgebliche Rolle spielen werden, ist zu erwarten, dass der Druck auf ungeimpfte Personen steigt.* Beim Zugang zu Restaurants, Bars oder Krankenhäusern werden die 3-G-Regeln daher wohl eine besondere Rolle spielen.

Kein Lockdown mehr: Druck auf Ungeimpfte steigt, verschärfte Regeln für Ungeimpfte

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatten sich bereits gegen einen zweiten Lockdown für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. In den ARD-Tagesthemen sagte Söder am Dienstagabend aber, dass es möglich sei, dass die Regeln für Ungeimpfte künftig noch verschärft werden. Eine Debatte über Zugänge nur für Geimpfte und Genesene („2-G“) werde wohl bald folgen, so Söder.

Das Robert-Koch-Institut ruft zugleich alle vollständig Geimpften dazu auf, sich weiterhin an die Hygieneregeln des Bundesministeriums für Gesundheit zu halten:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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