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Kind braucht dringend Herz-OP – doch Eltern wollen nur ungeimpftes Blut

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Von: Jasmin Farah

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Dieser Fall sorgt weltweit für Furore: Ein zweijähriges Kind muss am Herzen operiert werden. Doch die Eltern wollen dafür nur Blut von Corona-Ungeimpften.

Bologna (Italien) – Es scheint, als ob sich die Kluft zwischen Geimpften und Ungeimpften immer weiter spaltet. Die Fronten verhärten sich. Offenbar geht es schon so weit, dass manche die verheerenden Folgen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Darunter auch die Kleinsten der Gesellschaft. Deshalb sorgt auch gerade ein brisanter Fall aus dem italienischen Bologna für weltweites Aufsehen.

Kind braucht dringend Herz-OP – doch Eltern wollen nur ungeimpftes Blut

Denn erst kürzlich hat ein Gericht in Modena ein umstrittenes Urteil gefällt. Was ist passiert? Ein zweijähriges Kind muss angeblich dringend am Herzen operiert werden. Doch die Eltern wollen für ihren Sohn nur eine Bluttransfusion von Corona-Ungeimpften. Aber die Klinik weigert sich. Ähnliches ist auch in Boston geschehen, wo ein Familienvater kein neues Herz erhält, weil er die Corona-Impfung ablehnt.

Zwei Pfleger unterhalten sich auf Intensivstation, davor ist ein „No-Covid 19“-Plakat angebracht. (Symbolbild)
Ein zweijähriges Kind muss dringend am Herz operiert werden. Doch die Eltern streiten mit der Klinik. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Daraufhin sollen die Eltern zwischenzeitlich selbst ungeimpfte Spender aufgetrieben und der Klinik eine Liste der Personen vorgelegt haben. Mit der Begründung, dass die Erklärungen des Zentrums für Bluttransfusionen in Bologna die Eltern nicht umstimmen konnten.

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Da das Krankenhaus diesen Vorschlag allerdings ablehnte, sind die Eltern des Kindes vor Gericht gegangen. Doch das Gericht in Modena hat schließlich zugunsten der Klinik entschieden. Als Begründung teilte der Richter mit, dass das vom Krankenhaus in Bologna bereitgestellte Blut „absolute Sicherheit“ garantiere. Das hat die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf den Anwalt der Familie mitgeteilt.

Kind braucht dringend Herz-OP – Eltern lehnen Corona-Impfstoff aus religiösen Gründen ab

Deshalb könne die Klinik auch nicht von den Eltern angewiesen werden, dem Kind nur Bluttransfusionen Corona-Ungeimpfter zu verabreichen, so das Urteil. Damit widerspricht das Gericht den Eltern, die eingewendet hatten, dass sie Angst vor den Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe haben.

Diese Sorge haben sie wiederum damit gerechtfertigt, dass das nicht vereinbar mit ihrer Religion sei. Doch mit dem jetzigen Gerichtsurteil ist die Sache wohl nun vom Tisch. Es bleibt allerdings spannend, ob die Eltern des Kindes noch Berufung einlegen werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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