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Krankschreibung wegen Liebeskummer? Drei überraschende Gründe für eine AU

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Von: Judith Braun

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Wer nach einer Trennung unter Liebeskummer leidet, der kann Beschwerden zeigen, die einen arbeitsunfähig machen. Darf Ihr Hausarzt Sie krankschreiben?

Ob Grippe, Corona oder Magen-Darm-Probleme: Wen es richtig erwischt, der geht meist zum Arzt und lässt sich von diesem krankschreiben. Dabei gibt es neben den klassischen Erkrankungen auch andere gute Gründe, warum der Hausarzt seinen Patienten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen kann.

Krankschreibung wegen Liebeskummer? Drei überraschende Gründe für eine AU

Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung liegt neben einem Stethoskop
Schmerz bei Liebeskummer kann wirklich weh tun. Wer unter Symptomen wie zum Beispiel Depressionen leidet, kann sich vom Hausarzt krankschreiben lassen. © McPHOTO/B. Leitner/IMAGO

Wenn Sie unter einem der drei folgenden Zustände leiden, dann können Sie sich vom Hausarzt krankschreiben lassen. Denn alle drei Gründe gehen häufig mit Symptomen einher, die eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen können.

1. Liebeskummer „lohnt sich nicht, my Darling“? Doch er kann tatsächlich krank machen

Haben Sie schon mal daran gedacht, sich wegen Liebeskummer krankschreiben zu lassen? Vermutlich nicht – aber auch das ist möglich und sogar rechtmäßig. Denn der Schmerz, den Liebeskummer auslöst, kann schlimme körperliche und seelische Folgen haben. So können unmittelbar nach einer Trennung folgende Begleiterscheinungen auftreten:

Es handelt sich dabei um ernst zu nehmende Symptome, die arbeitsunfähig machen können. Kurz nach einer Trennung sind Betroffene zudem meist überfordert, reizbar und neigen zu plötzlichen Weinkrämpfen. Damit sie keine Spätfolgen davon tragen, ist eine gute Trauerbewältigung besonders wichtig. Die häufigste Spätfolge eines nicht verarbeiteten traumatischen Erlebnisses sind Depressionen. Die psychische Belastung und der anhaltende Dauerstress kann aber auch dem Körper schaden. So kann beispielsweise das „Broken-Heart-Syndrom“ auftreten, welches zu Schlaganfall ähnlichen Symptomen wie Atemnot, Übelkeit, Schweißausbrüche, Herzrasen oder Erbrechen führen kann. In diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

2. Krankschreibung wegen Kater: Zu viel Alkohol kann Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen auslösen

Wer sich nach der Arbeit mit Kollegen auf ein Feierabendbier trifft, der kann am nächsten Morgen schon einmal mit einem Kater aufwachen. Dann nämlich, wenn aus dem geplanten einem Glas am Ende doch vier oder fünf werden. Dann heißt es für viele trotz Müdigkeit: Augen zu und durch und man schleppt sich wieder ins Büro oder an den Schreibtisch. Manchmal zeigt sich der übermäßige Alkoholkonsum vom Vorabend jedoch in heftigeren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und starken Kopfschmerzen, die es einem unmöglich machen, zur Arbeit zu gehen. Auch in diesem Fall kann man sich von einem Arzt krankschreiben lassen.

Ein Mediziner kann ihnen aufgrund der Symptome eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Wer allerdings auffällig häufig an bestimmten Tagen fehlt und sich regelmäßig, beispielsweise freitags oder samstags krankschreiben lässt, dem können Abmahnungen vonseiten des Arbeitgebers drohen. Falls zudem ersichtlich ist, dass Sie Ihr Verhalten daraufhin nicht ändern, kann Ihnen sogar eine Kündigung blühen.

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3. Mobbing: Arzt kann Betroffene krankschreiben und sie aus belastender Situation nehmen

Der Arbeitsplatz gehört zu den typischen Situationen, in denen Menschen Opfer von Mobbing werden können. Unter Mobbing versteht man die systematische Ausgrenzung von Personen. Diese zeigt sich in Form von Nichtbeachtung, Schikanen, Beleidigungen und Bloßstellen und passiert mindestens einmal wöchentlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Seelische und gesundheitliche Schäden können die Folge sein, darunter Konzentrationsstörungen, Schlafmangel, bis hin zu Selbstmordgedanken. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene sich Hilfe holen.

Zunächst sollte mit den Vorgesetzten gesprochen werden, da es ihre Aufgabe ist, Konflikte zu lösen. Wenn dies nicht funktioniert, kann beispielsweise der Betriebsrat oder nicht involvierte Kollegen informiert werden. Wird die Situation allerdings für den Betroffenen zu belastend, dann kann er sich von einem Arzt krankschreiben lassen. Ihr Hausarzt kann Betroffene mit einer AU zunächst aus der Situation nehmen und sie gegebenenfalls an einen Facharzt überweisen. Gleichzeitig hält er in der Patientenakte die seelischen und körperlichen Beschwerden und Auswirkungen des Mobbings fest.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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