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Krebs und Alkohol: Vier Prozent der Erkrankungen hängen mit Alkohol zusammen

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Von: Kristina Wagenlehner

Fünf Gläser mit unterschiedlichen Getränken, mit denen angestoßen wird. (Symbolbild)
Besonders häufig sind in Zusammenhang mit Alkohol Speiseröhren-, Leber- und bei Frauen auch Brustkrebs. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Einer neuen Studie zufolge könnten vier Prozent aller Krebserkrankungen in Verbindung mit Alkohol stehen. Ab welcher Menge das Risiko steigt, lesen Sie hier.

Lyon – In Frankreich haben Mediziner den Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebsrisiko genauer untersucht. Das Team um Harriet Rumgay von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon fand heraus, dass eine Vielzahl an Krebserkrankungen auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind. Die Studie ist im Journal„The Lancet Oncology“ erschienen.

Krebs und Alkohol: Eine Studie untersucht den Zusammenhang

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon hat eine neue Studie zum Thema Krebsrisiko und Alkohol veröffentlicht. Nach Einschätzung einer Expertenkommission könnten etwa vier Prozent aller im vergangenen Jahr erstmals festgestellten weltweiten Krebserkrankungen mit dem Konsum von Alkohol zusammenhängen. Der Grund: Nach Angaben der Studienautoren beschädigt Alkohol die menschliche DNA und beeinflusst den Hormonhaushalt im Körper, was zu einer Krebserkrankung beitragen kann. Besonders häufig im Zusammenhang mit Alkohol standen Speiseröhren-, Leber- und bei Frauen Brustkrebs.

Die Studie basiert auf 741.000 Krankheitsfällen, die mit Alkoholkonsum verbunden sein könnten. In etwa drei Viertel der Fälle seien Männer betroffen, obwohl Frauen Alkoholkonsum mehr schadet. In Deutschland sind es, den Berechnungen zufolge, für das Jahr 2020 etwa 21.500 erstmals diagnostizierte Krebserkrankungen, die in Zusammenhang Alkoholkonsum stehen. Für Deutschland entsprach das ebenfalls einem Anteil von vier Prozent. Besonders hoch lag der geschätzte Anteil in Osteuropa und Ostasien mit etwa sechs Prozent. Die geringste Rate hatten Nordafrika und Westasien.

Krebs und Alkohol: Ab dieser Menge steigt das Risiko

Die Krebserkrankungen, die mit Alkohol zusammenhingen, betrafen vor allem Personen mit hohem Alkoholkonsum. Allerdings seien es in 14 Prozent der Fälle auch Personen mit „moderatem“ Trinkverhalten gewesen. Ab zwanzig Gramm Alkohol pro Tag steige laut den Experten das Risiko einer Krebserkrankung. Das entspricht etwa zwei kleinen Gläsern Wein oder einem halben Liter Bier. Die Studie arbeitete mit geschätzten Werten. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alkoholkonsum sowie gemeldete Krebserkrankungen gingen daher nicht mit in die Ergebnisse ein. Weitere Faktoren, die das Krebsrisiko erhöhen können, sind:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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