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Diagnose Hautkrebs: Bei welchen Veränderungen eines Muttermals Sie den Hautarzt aufsuchen sollten

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Ist ein Muttermal in seiner Größe, Form oder Farbe auch nur leicht verändert, sollten Sie zum Arzt, um Hautkrebs ausschließen oder frühzeitig erkennen sowie behandeln zu lassen.

Durch Personen des öffentlichen Lebens wie Herzogin Sarah Margaret Ferguson, auch bekannt als „Fergie“, und Prominente, beispielsweise Sänger Jimmy Buffett, werden die Erkrankung sowie mögliche schwere Folgen nochmal mehr ins öffentliche Licht gerückt. Die Diagnose Hautkrebs erhielt die geschiedene Ehefrau des britischen Prinzen Andrew, Duke of York, kurz nach ihrer Brustkrebserkrankung und damit verbundenen operativen Entfernung der Brust (Mastektomie). Der weltweit bekannte Songwriter Buffett verstarb sogar an den Folgen von Hautkrebs.

Um schwerwiegende Verläufe von Hautkrebs zu vermeiden, ist es ratsam, nicht nur Risikofaktoren zu kennen und auszuschließen, sondern regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt durchführen zu lassen. Besonders Menschen mit vielen Muttermalen sollten regelmäßige Selbstkontrollen ihrer Haut durch einen einfachen ABCDE-Test vornehmen. Auf welche Anzeichen der Haut Sie sonst noch achten sollten.

Hautkrebs als eine der häufigsten Krebsarten

Weltweit ist Hautkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung. In Deutschland hat sich die Anzahl der Neuerkrankungen durch den aggressiven schwarzen Hautkrebs zwischen 1970 und 2020 verfünffacht, und auch junge Menschen sind zunehmend betroffen. Die Zahl der Todesfälle wächst seit 1997 stetig. Hautkrebs zählt mittlerweile zu den häufigsten Krebsarten – neben Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs.

Hautkrebs vorbeugen: Wann es sinnvoll ist, ein Muttermal zu entfernen – auf Größe, Form und Farbe achten

Hautärztin untersucht Patient auf Hautkrebs, Hautärztin
Ist ein vorhandener Leberfleck in seiner Größe, Form oder Farbe verändert, juckt oder blutet er, sollte dringend ein Hautarzt zur Abklärung aufgesucht werden. © imageBROKER/Rudolf/Imago

Grundsätzlich werden nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) zwei Hautkrebsarten unterschieden: der häufig aggressivere, schwarze Hautkrebs, der eher Metastasen bildet – insbesondere in Lunge, Leber, Knochen oder Gehirn – und der helle Hautkrebs, der in Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom unterteilt ist. Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich häufig aus einem Muttermal, das sich auf zellulärer Ebene verändert.

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Hinweise eines möglichen bösartigen, schwarzen Hautkrebs können sein:

Bemerken Sie eines dieser Hinweise an sich, sollten Sie den Leberfleck so bald wie möglich von einem Hautarzt überprüfen lassen. Auffällige Muttermale werden erfasst und gegebenenfalls auch chirurgisch entfernt. Anschließend wird das Gewebe zur Abklärung möglicher entarteter Zellen, die auf Hautkrebs hindeuten, ins Labor gegeben.

Erste Anzeichen von Hautkrebs: Worauf sollten Sie bei der Selbstkontrolle und ABCDE-Regel achten?

Obwohl maligne Melanome in ihrem Erscheinungsbild stark variieren können, zeigen sie sich meist als dunkle oder schwarze Flecken. Es ist jedoch auch möglich, dass sie „livid“ erscheinen, das heißt grau, dunkelgrau, bleigrau, blaugrau, bläulich-violett oder sogar rötlich. Bezüglich ihrer Form können sie flach sein, über die Hautoberfläche hinausragen oder eine knotige Beschaffenheit haben.

Anzeichen von Hautkrebs: auch auf die regelmäßige Selbstuntersuchung setzen

Wichtig zu wissen: Hautkrebs und mögliche Vorstufen sind sichtbar und auch tastbar. Durch regelmäßige Selbstuntersuchungen haben auch Sie selbst die Möglichkeit, frühzeitig neue Hautveränderungen zu identifizieren oder festzustellen, ob bestehende Leberflecken an Größe zugenommen haben.

Die ABCDE-Regel fußt laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) auf folgenden Kriterien:

Schwarzer Hautkrebs: Genetische Veranlagung spielt eine wesentliche Rolle

Auch die genetische Veranlagung bei Hautkrebs nimmt Einfluss. Für Personen, die mehrere individuelle Risikofaktoren aufweisen, steigt das Risiko, Hautkrebs zu entwickeln, um bis zu 120-fach. Als exemplarische Risikofaktoren gelten:

Im Fall der britischen Herzogin „Fergie“ zeigt sich, dass bereits ihr Vater Ronald Ferguson in früheren Jahren neben Prostatakrebs ebenfalls an Hautkrebs erkrankt war.

Gefahr von Hautkrebs erhöht: Welche Risikogruppen es betrifft

Personen sind besonders gefährdet, Hautkrebs zu entwickeln, bei:

Grundsätzlich können diese Faktoren das Risiko einer Erkrankung zwar erhöhen, doch müssen sie nicht zwangsläufig zu Hautkrebs führen.

Übermäßige UV-Strahlung und Sonnenstudio als signifikantes Risiko

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt um mindestens 75 Prozent bei regelmäßigen Besuchen in Sonnenstudios. Es ist ausreichend, nur einmal monatlich für ein Jahr ein Sonnenstudio zu besuchen, um dieses Risiko zu erhöhen. Natürliches Sonnenlicht sollte gerade um die Mittagszeit, vor allem im Sommer, gemieden werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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