Krebs: Tumor oder Karzinom? Das ist der Unterschied
Mediziner unterscheiden bei Krebs zwischen Tumoren und Karzinomen. Welche Eigenschaften sie jeweils besitzen, erfahren Sie hier.
Krebs entsteht, wenn sich körpereigene Zellen unkontrolliert vermehren und sich dadurch ein bösartiger Tumor bildet. Bei diesem Vorgang wird gesundes Gewebe zerstört. Infolgedessen können bestimmte Körperfunktionen nicht mehr normal ablaufen. Da Krebs verschiedene Organe und Körperstellen betreffen kann, umfasst der Begriff „Krebs“ eine Vielzahl von Erkrankungen. Das Geschwulst, welches sich bei der Entstehung von Krebs entwickelt, wird abhängig von der Zellart unterschiedlich bezeichnet. Man unterscheidet dabei grundsätzlich zwischen Tumoren und Karzinomen.
Krebs: Tumor oder Karzinom – Wo liegt der Unterschied?

Tumore können entweder gutartig oder bösartig sein. Die Ursprungszellen für Tumore finden sich oftmals im Binde-, Muskel-, Drüsen- oder Stützgewebe. Ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Tumor handelt, kann man häufig bereits seiner Bezeichnung entnehmen. Bösartige Tumore, die im Gegensatz zu den gutartigen in das Gewebe hineinwachsen und Metastasen bilden, tragen meist die Endung „-sarkom“. Bei einem Osteosarkom handelt es sich beispielsweise um einen bösartigen Tumor aus den Knochenzellen und bei Fibrosarkom um einen Tumor aus den Bindegewebszellen. Sind diese Tumore hingegen gutartig, werden sie Osteom und Fibrom genannt. Es gibt aber auch sogenannte Mischtumore, die aus verschiedenen Zellen entstehen können.
Bei einem Karzinom handelt es sich hingegen um eine bestimmte Art des Tumors. Dieser ist bösartig und macht etwa 70 Prozent aller bösartigen Tumore aus. Die Zellen, aus denen sich Karzinome entwickeln, stammen aus dem Drüsengewebe. Sie stellen das Gegenstück zu den gutartigen und ebenfalls aus den Drüsenzellen stammenden Geschwülsten, die man Adenome nennt, dar. Wie alle Krebsarten entstehen Karzinome durch Veränderungen gesunder Körperzellen. Das Karzinom wächst dabei schnell und weitet sich aus. Mediziner sprechen bei dem bösartigen Verlauf der Ausweitung von Malignität. Karzinome dringen in Blutgefäße ein, können Metastasen ausbilden und umliegendes Gewebe zerstören. Dadurch besitzen sie die Eigenschaft, einen Organismus innerhalb eines überschaubaren Zeitraums zu zerstören. Ohne Behandlung führen maligne Erkrankungen zum Tod.
Warnzeichen für bösartige Krebserkrankungen kennen
Damit eine Krebs-Behandlung so früh wie möglich beginnen kann, ist es wichtig, dass Karzinome schnell entdeckt werden. Bei einer frühen Entdeckung wird häufig eine oberflächliche Abtragung vorgenommen. Operative Entfernungen sowie eine Strahlen- und Chemotherapie sind weitere Behandlungsmethoden bei Karzinomen. Allerdings besteht immer das Risiko, dass der Tumor zurückkommt. Folgende Symptome können dabei Warnzeichen für eine bösartige Krebserkrankung sein, die man unbedingt von einem Arzt abklären lassen sollte:
- unerklärbare Schmerzen
- Verhärtungen
- Knoten auf der Haut
- Schwellungen
- ungewöhnliche Blutungen
- Veränderungen auf der Haut
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

