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Kreuzbandriss: Darum reißen die Bänder im Knie bei Frauen öfter

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Von: Kristina Wagenlehner

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Aufprall, Fall, Knall: Diagnose Kreuzbandriss. Vor allem bei Sportarten mit schnellem Richtungswechsel entsteht die Verletzung. Frauen sind häufiger betroffen.

Berlin – Kreuzbänder reißen vor allem während Sportarten, in welchen Sportlerinnen und Sportler sich schnell bewegen, drehen, in die Hocke gehen und viel Belastung auf die Knie wirkt. Dazu gehören Volleyball, Tennis, Fußball oder auch Skifahren.

Kreuzbandriss: Warum die Bänder im Knie bei Frauen öfter reißen

Das Kniegelenk ist eines der wichtigsten Gelenke unseres Körpers. Bänder und Sehnen im und um das Gelenk herum stützen und stabilisieren es. Zentral im Knie befinden sich Bänder, die über Kreuz ziehen – das vordere und das hintere Kreuzband. (Lesen Sie auch: Kniebeschwerden: Die Schmerzen im Scharnier bekämpfen*)

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Ein Kreuzbandriss entsteht besonders häufig, wenn das Kniegelenk stark verdreht oder überstreckt wird oder ein direkter Anprall gegen den Unterschenkel erfolgt, während das Kniegelenk in gebeugter Stellung ist.

Frauenfußballspiel vom 14. März 2021: Bristol City gegen Chelsea im Vicarage Road Stadium in Watford. Guro Reiten von Chelsea (11) fällt beim Zweikampf um den Ball.
Vor allem beim Fußball passieren viele Kreuzbandrisse. (Symbolbild) © Orlagh Malone Gardner/Imago

Kreuzbandriss: Symptome und Therapie

Betroffene merken einen Kreuzbandriss in der Regel sofort. Er äußert sich durch:

Der oder die Betroffene sollte daraufhin umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, der das Kniegelenk zunächst röntgen wird. Das Röntgenbild zeigt, ob der Knochen beim Unfall verletzt wurde. Auch ein MRT wird durchgeführt. Nur anhand dieser Bilder kann der Arzt oder die Ärztin sehen, ob, wie weit und welches Kreuzband gerissen ist.

Der Therapie eines Kreuzbandrisses richtet sich nach dem Alter und der körperlichen Verfassung des Patienten und der Schwere der Verletzung. Je nachdem wird der Patient oder die Patientin über mehrere Wochen eine Schiene tragen oder operiert werden. Neben der Sportart ist ein weiterer Risikofaktor das Geschlecht.

Kreuzbandriss: Bei Frauen reißt es bis zu achtmal häufiger

Männer und Frauen sind anders gebaut, klar. Daraus ergibt sich auch ein unterschiedliches Verletzungsrisiko für bestimmte Sportarten. Frauen holen sich bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln zum Beispiel häufiger Kreuzbandrisse im Knie als Männer. Nach Angaben des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) reißt bei ihnen zwei- bis achtmal häufiger das vordere Kreuzband.

Ein Grund für die höhere Verletzungsquote: Frauen landen anders als Männer. Das habe mit der stärkeren X-Bein-Stellung bei Frauen zu tun, sagt BVOU-Präsident Johannes Flechtenmacher. Dadurch bewegt sich das Bein mehr nach innen und die Belastung ist höher. Deshalb sei es wichtig, darauf zu achten und eine gesunde Haltung zu trainieren.

Kreuzbandriss: Frauen sind besonders gefährdet

Um das Risiko eines Kreuzbandrisses zu senken, sollte man die Muskeln rund um das Gelenk stärken. Außerdem helfen Übungen, welche die Koordination trainieren. Beispiele für solche Übungen sind Ausfallschritte oder Kniebeugen auf einem Wackelbrett. Nach einem Kreuzbandriss entwickeln Frauen zudem häufig eine Arthrose. Auch dieser können Sie vorbeugen. (Mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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