Nagelpilz effektiv behandeln, um schwere Folgen zu vermeiden: Drei Behandlungsmöglichkeiten helfen
Pilzsporen siedeln sich vor allem in feuchter Umgebung an, daher sollten Sie vorsichtig sein, wo Sie barfuß laufen. Erstmal angesteckt, helfen nur noch bestimmte Mittel.
Nagelpilz, auch als Onychomykose bekannt, mag auf den ersten Blick wie ein kosmetisches Problem erscheinen, aber seine Auswirkungen können weitreichend sein. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind entscheidend, um das Fortschreiten der Infektion zu verhindern und die Gesundheit der Nägel zu erhalten – unbehandelt kann Nagelpilz sich auf den Körper ausbreiten. Welche Behandlungsmöglichkeiten besonders effektiv sind und helfen, erfahren Sie hier.
Behandlung von Nagelpilz abhängig vom Schweregrad der Infektion

In warmer und feuchter Umgebung können Pilze ideal gedeihen – insbesondere in öffentlichen Badebereichen, Umkleideräumen oder anderen gemeinsam genutzten Orten kann man sich leicht anstecken. Die Symptome verursacht durch den Pilz zeigen sich dann nicht nur durch Verfärbungen und Verdickungen der Nägel. Wer Anzeichen von Nagelpilz an sich entdeckt, sollte einen Hautarzt aufsuchen.
Die Behandlung von Nagelpilz kann je nach Schweregrad der Infektion variieren und durch folgende Methoden erfolgen:
- Für milde Fälle: Lacke oder Cremes mit Anti-Pilz-Wirkstoffen wie Amorolfin (werblicher Link) oder Ciclopirox (werblicher Link) hemmen das Wachstum des Pilzes oder töten diesen ab.
- Bei stärkeren Beschwerden, wenn Lacke keine Besserung bringen: Für fortgeschrittenere Fälle kann eine orale Antimykotika-Therapie erforderlich sein. Diese Medikamente mit Wirkstoffen wie Itraconazol oder Terbinafin werden vom Arzt verschrieben und wirken von innen heraus, um den Pilz im gesamten Körper zu bekämpfen.
- Bei schwerem Verlauf, wenn Lacke und Medikamente nicht helfen: Mithilfe eines Lasers kann durch Hitzewirkung der Nagelpilz behandelt beziehungsweise abgetötet werden. Hautärzte empfehlen das Lasern häufig erst, wenn klassische Anti-Pilz-Maßnahmen keinerlei Erfolg mit sich bringen.
Wer einen Nagelpilz hat, sollte mit einer örtlichen Behandlung anfangen. Das wird in der Regel mit antimykotischen, also gegen Pilze wirkenden Lacken gemacht. Manchmal verschreibt der Arzt noch zusätzlich ein antimykotisches Spray, wenn der Nagel bis zur Nagelhaut betroffen ist. Wenn etwa 40 Prozent der Nagelplatte betroffen sind oder drei von zehn Zehennägeln, reicht eine örtliche Behandlung. Alles, was darüber hinaus geht, sollte kombiniert behandelt werden, also innerlich und äußerlich.
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Insgesamt kann die Behandlung von Nagelpilz ein langwieriger Prozess sein, der Geduld erfordert. Es ist wichtig, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um die bestmögliche Behandlung zu erhalten und weitere Komplikationen zu vermeiden. Durch eine konsequente Behandlung und Vorbeugung können die Symptome gelindert und die Gesundheit der Nägel wiederhergestellt werden.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

