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Leistenbruch: So erkennen Sie ihn und wann Sie zum Arzt sollten

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Von: Kristina Wagenlehner

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Mann hält sich den Unterbauch wegen Schmerzen in der Leistengegend (Symbolbild)
Bei Verdacht auf Leistenbruch sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago

Auch wenn sie nicht schmerzt: Eine Beule in der Leistengegend sollten Sie schnell abklären lassen, es könnte sich um einen Leistenbruch handeln.

Baierbrunn – Ein Leistenbruch (Leistenhernie) ist ein Loch im Leistenkanal des Körpers, durch das Eingeweide austreten kann. Vor allem Männer sind betroffen, da sie einen relativ weiten Leistenkanal aufweisen. Im Alter steigt das Risiko eines Leistenbruchs, da das Bindegewebe schlaffer wird.

Leistenbruch: Wie Sie ihn erkennen und wann Sie zum Arzt sollten

Bei einem Leistenbruch bricht kein Knochen. Es handelt sich um ein Loch im Gewebe in der Leistenregion. Durch das Loch können Eingeweide wie Darm und/oder Fettgewebe aus der Bauchhöhle quellen. Diese Wölbung können Betroffene von außen erkennen und sogar nach innen drücken. Beim Liegen kann die Beule verschwinden, da die Organe zurückrutschen.

Häufig verursacht der Leistenbruch keine Schmerzen. Betroffene berichten eher von Druckschmerz oder einem Ziehen. Wenn der Druck auf die Bauchdecke erhöht wird, werden die Symptome stärker. Zum Beispiel bei:

Leistenbruch: Warum Sie ihn nicht ignorieren sollten

Einen Leistenbruch sollten Sie nicht ignorieren, denn er kann mit der Zeit größer werden. Das sei vergleichbar mit einem Loch in einem Stück Stoff, das immer weiter aufreißt, schreibt die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“. Außerdem: Je größer das Loch, desto höher ist das Risiko, dass Eingeweide eingequetscht wird.

Bauchfett, Bauchfell oder Teile des Darms könnten sich in der Muskellücke verklemmen und starke Schmerzen verursachen. Wenn sich der Bruch rot oder bläulich verfärbt und der Stuhlgang ausbleibt, sollten Sie schnell die Notaufnahme aufsuchen. Damit es nicht so weit kommt, wird ein Leistenbruch meist operiert.

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Leistenbruch: Operation ist die Standardtherapie

Früher ging man davon aus, dass ein Leistenbruch immer operiert werden muss. Das ist heute nicht mehr der Fall. Handelt es sich um einen leichten Leistenbruch, bei dem Komplikationen ausgeschlossen sind, kann auch abgewartet werden. Wichtig: Es dürfen keine Beschwerden bestehen.

In der Regel wird ein Leistenbruch aber operiert. Er gehört zu den Routine-Eingriffen, bei denen bereits Roboter eingesetzt werden.* In den meisten Fällen verläuft die Operation ohne Komplikationen und wird von den Patienten gut vertragen. (Mit Material der dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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