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Metabolisches Syndrom: Warum es so wichtig ist, seinen Lebensstil zu ändern

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein roter Apfel und ein Maßband liegen auf einem blauen Untergrund (Symbolbild)

Eine Ernährungsumstellung kann beim metabolischen Syndrom helfen, den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen (Symbolbild) © Shotshop/imago-images

Bei einem metabolischen Syndrom kommen gleich mehrere Risikofaktoren zusammen, die die Gefahr für Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes und einer Fettleber steigern. Was Betroffene dagegen tun können.

Berlin/Münster (dpa/tmn) – Es wird auch das „tödliche Quartett“ genannt: das metabolische Syndrom. Dabei handele es sich nicht um eine Krankheit im klassischen Sinne, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Franziska Schiewe von der Assmann-Stiftung für Prävention. Es bezeichnet vielmehr das Auftreten mehrerer Risikofaktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben. Betroffene haben dadurch ein höheres Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes und eine Fettleber. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Stress, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung bis hin zu genetischer Veranlagung. In Industrieländern wie Deutschland sind schätzungsweise bis zu drei von zehn Personen betroffen.

Metabolisches Syndrom: Mehrere Risikofaktoren

Wer von einem metabolischen Syndrom betroffen ist, weist mindestens drei der folgenden Risikofaktoren auf: Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfett- und Nüchternblutzucker-Werte sowie zu niedrige HDL-Cholesterinwerte. Experten sprechen auch von einem tödlichen Quartett, da Blutfett- und Cholesterinwerte häufig als gestörter Fettstoffwechsel zusammengefasst werden. Genau genommen handelt es sich aber um vier Merkmale, also ein Quartett.

Das Problem: jedes dieser Merkmale für sich stellt schon ein erhöhtes Risiko für veränderte Blutgefäße und Durchblutungsstörungen und damit auch für Schäden an Herz, Gehirn und Niere dar. Auch eine Fettleber*, ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt sind möglich.

Metabolisches Syndrom: Diese Therapien helfen

Da es sich beim metabolischen Syndrom nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern vielmehr um die Kombination mehrerer Erkrankungen und Symptome handelt, gibt es auch nicht die „eine Therapie“, zum Beispiel in Form eines bestimmten Medikaments. Stattdessen ist es wichtig, die einzelnen Problemfelder anzugehen.

Ein wichtiger Schritt der Behandlung ist es deshalb, den Lebensstil umzustellen. Das bedeutet:

Bei fortgeschrittener Krankheit kann auch eine ergänzende medikamentöse Therapie nötig sein, etwa bei erhöhten Blutzucker- und Blutdruckwerten. (Mit Material von dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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