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Ernährung bei Morbus Crohn: Mit dieser Schonkost lindern Sie die Entzündung in Ihrem Darm

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Von: Franziska Irrgeher

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Morbus Crohn verläuft schubweise und kann bislang nicht vollständig geheilt werden. Daher ist die Ernährung wichtig. Was Betroffene essen und trinken können, erfahren Sie hier.

Berlin – Morbus Crohn tritt vor allem am Dick- und Dünndarm auf und sorgt für Schmerzen sowie Verdauungsstörungen. Während besonders schwere Fälle oft chirurgischer Behandlung bedürfen, können Betroffene bei leichter Krankheitsausprägung mit einer Ernährungsumstellung die Symptome lindern.

Morbus Crohn: Definition der Krankheit

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine entzündliche Darmerkrankung, die prinzipiell überall im Verdauungstrakt auftreten kann, aber vorwiegend im Dick- und Dünndarm festgestellt wird und schubweise verläuft. Dabei entzündet sich die Schleimhaut des betroffenen Abschnitts und es kann zu Geschwüren, Engstellen oder Fisteln kommen. Auch die Lebenserwartung der Betroffenen ist im Vergleich zu Gesunden leicht verkürzt. Die Erstdiagnose werde meist bei Patienten zwischen 20 und 30 Jahren* gestellt.

Schmerzen im rechten Unterbauch sind typisch für Morbus Crohn. (Symbolbild)
Schmerzen im rechten Unterbauch sind typisch für Morbus Crohn. (Symbolbild) © AndreyPopov/imago

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Zwar gibt es nach wie vor keine Therapie, die endgültige Heilung verspricht, mit bestimmten Medikamenten sowie einer Ernährungsumstellung lassen sich die Schübe jedoch erheblich minimieren. Rezeptideen findet man zum Beispiel online von Betroffenen.

Morbus Crohn: Entstehung und Ursache

Eine bestimmte Ursache für Morbus Crohn ist noch nicht bekannt, jedoch konnten einige Risikofaktoren eruiert werden, die die Entstehung begünstigen. Dazu gehört vor allem eine Mutation im Gen „NOD2“, eine gestörte Barrierefunktion in der Darmwand, sowie ein ungesunder Lebensstil mit einer überwiegend fettreichen Nahrung und zu wenig körperlicher Betätigung. Vor allem Rauchen verstärkt das Entzündungsgeschehen erheblich.

Wer sich mit anderen Betroffenen austauschen möchte, findet auf der Website der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) mit Sitz in Berlin eine Übersicht zu Selbsthilfegruppen.

Morbus Crohn: Das sind die Symptome

Die Symptomatik tritt bei Morbus Crohn vor allem schubhaft auf, wobei sich die Schübe in der Intensität unterscheiden können und auch die Frequenz hängt in erster Linie vom eigenen Lebensstil ab. Besonders häufig ist die Ausprägung in Form einer Dünndarmentzündung. Dabei können folgende Symptome auftreten:

Ernährung bei Morbus Crohn: Auf leicht verdauliche Lebensmittel setzen

Alle wichtigen Nährstoffe im Verdauungstrakt werden über die Schleimhaut resorbiert. Ist diese entzündet oder vernarbt, ist auch die Nährstoffzufuhr gestärkt. Wichtig ist entsprechend, dass Betroffene von Morbus Crohn vor allem leicht verdauliche Lebensmittel zu sich nehmen. Das sind etwa:

Ernährung bei Morbus Crohn: Verbotene Lebensmittel

Ein „zu viel“ ist bei Betroffenen von Morbus Crohn prinzipiell nicht gut. Besonders hartes Brot aus grobem kernigem Mehl, hartgekochte Eier, fettreiche Speisen sowie säurereiche Fruchtsäfte und Rohkost sollten so selten wie möglich auf den Teller kommen. Ob Betroffene der Darmerkrankung Alkohol gänzlich meiden sollten, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.

Ernährungsberater und Ärzte in der Nähe, die sich mit der Krankheit auskennen, sowie weitere Informationen findet man zum Beispiel über die Website Leben mit CED, eine Initiative von AbbVie Deutschland.

Ernährung bei Morbus Crohn: Rezepte und Kochideen

Da rohe Lebensmittel die Symptome bei Morbus Crohn meist verstärken, müssen Betroffene besonders häufig zum Kochlöffel greifen. Weil aber die Prävalenz der Darmerkrankung stetig zunimmt, gibt es inzwischen zahlreiche Kochbücher zum Thema Morbus Crohn, aber auch online können Betroffene abwechslungsreiche Rezepte finden, die den Darm schonen. Wichtig ist, bei Morbus Crohn noch sorgfältiger auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu achten, da das Verdauungssystem auch in schubfreien Zeiten Nährstoffe weniger effizient verarbeiten kann. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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