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Ohrenschmerzen: Hausmittel, die verstopfte Ohren vom Schmalz befreien

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Von: Kristina Wagenlehner

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Eine Frau drückt mit ihrem Zeigefinger gegen ihr Ohr, das gerötet ist. (Symbolbild)
Wenn das Ohr verstopft ist, können Hausmittel den Schmerz lindern. (Symbolbild) © Andrey Popov/Imago

Ein verstopftes Ohr ist im Sommer besonders häufig und fühlt sich manchmal wie leichte Ohrenschmerzen an. Mit diesen Hausmitteln bekommen Sie Ihr Ohr wieder frei.

Frankfurt am Main – Es klingt nicht wirklich appetitlich, aber Ohrenschmalz ist ganz natürlich. Es schützt das Ohr vor Bakterien und reinigt es. Feine Härchen und Kaubewegungen des Kiefers befördern den Dreck nach außen, bis er in der Ohrmuschel sichtbar ist.

Ohrenschmerzen: Ursachen für verstopfte Ohren

Wenn zu viel Ohrenschmalz, auch Cerumen genannt, im Ohr verbleibt oder mechanisch immer wieder hineingedrückt wird – durch Wattestäbchen, In-Ear-Kopfhörer oder Ohrenstöpsel – kann es verklumpen. Im Sommer ist die Gefahr besonders hoch, da durch das Wasser beim Schwimmen das Ohrenschmalz aufquillt und leichter verklumpt.

Normalerweise genügt es, wenn Sie Ihre Ohrmuschel regelmäßig mit einem Tuch auswischen oder das Ohr unter Dusche ausspülen. Wattestäbchen oder spitze Gegenstände wie Feilen haben im Ohr nichts zu suchen. Sie können den Gehörgang beschädigen oder das Schmalz tiefer in den Gang drücken.

Ohrenschmerzen: Woran Sie ein verstopftes Ohr erkennen

Ein verstopftes Ohr erkennen Sie an folgenden Symptomen:

Wenn Sie ein oder sogar zwei verstopfte Ohren haben, ist das in der Regel nicht weiter schlimm. Mit ein paar Hausmitteln können Sie selbst versuchen, den Pfropf zu lösen. Hantieren Sie aber nie mit spitzen Gegenständen im Ohr. Das könnte das Trommelfell beschädigen. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie lieber einen HNO-Arzt ran.

Ohrenschmerzen: Darauf sollten Sie beim Reinigen achten

Bevor Sie mit der Ohrreinigung starten, suchen Sie sich jemanden, der Ihnen hilft und beispielsweise die Flüssigkeit einfüllt. So geht es einfacher. Darauf sollten Sie noch achten:

Ohrenschmerzen: Dampf für freie Ohren

Kamillendampf ist ein äußerst angenehmes Hausmittel, um verstopfte Ohren wieder freizubekommen. Kochen Sie zwei Liter Wasser auf und geben Sie einen Esslöffel Kamillenextrakt ins Bad. Das können Sie beispielsweise in der Apotheke kaufen. Decken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch ab und halten Sie das verstopfte Ohr über das Wasser. Nach etwa zehn Minuten sollte sich das trockene Ohrenschmalz gelöst haben. Die Kamille* hat zudem eine reinigende Wirkung und schützt den Gehörgang vor Bakterien. Spülen Sie nach dem Dampfbad das Ohr vorsichtig mit warmen Wasser aus. Wenn beide Ohren verstopft sind: Behandeln Sie die Ohren nacheinander, sonst trocknet das Schmalz vielleicht wieder.

Ohrenschmerzen: Hausmittel Salzwasser reinigt

Auch Salzwasser kann den Schmalzpfropfen lösen. Die Methode ist besonders für Babys und Kleinkinder zu empfehlen. Geben Sie einen Teelöffel Salz in 100 Milliliter lauwarmes Wasser und warten Sie bis es sich gelöst hat. Träufeln Sie die Flüssigkeit dann ins Ohr und verschließen Sie es mit Watte. Spülen Sie nach 15 Minuten das Ohr noch einmal gründlich mit lauwarmen Wasser aus.

Ohrenschmerzen: Mit Öl verstopfte Ohren behandeln

Pflanzenöl ist ein weiteres Hausmittel gegen verstopfte Ohren. Am besten verwenden Sie biologisch hergestelltes Mandelöl, aber auch Olivenöl ist möglich. Erwärmen Sie das Öl und tröpfeln Sie etwas in das verstopfte Ohr. Lassen Sie es mindestens fünf Minuten einwirken. Besser ist es das Ohr mit einem Wattebausch abzudecken und das Öl über Nacht den Schmalz lösen zu lassen. Danach auch hier: Das Ohr wieder gut ausspülen.

Ohrenschmerzen: Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Wenn Ihr Ohr nicht verstopft ist, aber trotzdem schmerzt, sollten Sie zum Arzt gehen. Es könnte entzündet sein. Gerade während der Badesaison sind beispielsweise Mittelohrentzündungen häufig. Die Symptome von einer Entzündung im Ohr sind:

Die Ursachen können Bakterien oder Viren sein oder auch der unsachgemäße Gebrauch von Wattestäbchen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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