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Omikron: Subtyp BA.2 aus Dänemark noch ansteckender? Er ist schon bei uns

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Von: Jasmin Pospiech

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Noch ansteckender? Ein neuer Subtyp der Omikron-Variante namens BA.2 breitet sich in Europa aus. Auch hierzulande soll es schon die ersten Fälle gegeben haben.

Frankfurt – Erst Delta, jetzt Omikron: Das Coronavirus hält Europa und die Welt weiterhin fest im Griff. Immer wieder erscheinen neue Varianten, die für neue Wellen an Infektionen sorgen. Kürzlich hat eine weitere Mutation für Furore gesorgt, die angeblich von Wissenschaftlern aus Zypern gefunden worden ist. Dabei handelt es sich um eine Gen-Kombination der Delta- und Omikron-Variante.

Omikron: Subtyp BA.2 aus Dänemark noch ansteckender? Schon bei uns

Doch inzwischen vermuten Experten, dass es sich dabei um einen Fake handelt bzw. im Labor geschlampt worden und dieser durch Verunreinigungen entstanden ist. Omikron selbst sorgt bereits täglich hierzulande für neue Rekordzahlen, was die Neuinfektionen angeht. Doch nun mehren sich Berichte, dass eine möglicherweise noch leichter übertragbare Omikron-Untervariante von Dänemark aus auf dem Vormarsch ist. Im Nachbarland soll diese bereits vorherrschend sein und auch in Großbritannien breitet sie sich bereits aus.

Ein Labormitarbeiter wertet PRC-Tests aus. (Symbolbild)
PCR-Tests sollen die neue Omikron-Untervariante BA.2 nicht so gut erkennen können. (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

Dabei handelt es sich um den Subtyp BA.2, der angeblich doppelt so ansteckend ist wie der Subtyp BA.1. Schließlich habe man beobachtet, dass der Anteil der Erkrankungen mit BA.2 stark zunimmt. Das lässt wiederum vermuten, dass es einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat, meint Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Frankfurter Uniklinik, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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Omikron: Subtyp BA.2 aus Dänemark noch ansteckender – bald vorherrschend?

Bei BA.1 handelt es sich um den Omikron-Subtyp, der gerade laut Robert Koch-Institut (RKI) hierzulande grassiert. Allerdings gibt Ciesek zu bedenken, dass der Subtyp zudem ansteckender ist, weil es möglich ist, dass er spezifische Mechanismen einer Erkennung oder Abwehr durch das Immunsystem entgehen kann. Das bedeutet allerdings auch, dass eine bereits durchgemachte Corona-Infektion oder auch eine Impfung weniger gut gegen BA.2 schützen. Untersuchungen aus Dänemark zufolge soll der Krankheitsverlauf ähnlich sein wie bei BA.1.

Letzterer sei laut einem aktuellen Wochenbericht des RKI bei einer Stichprobe in der ersten Januarwoche in Deutschland 1.568-mal nachgewiesen worden, BA.2 hingegen bereits 38-mal. Doch Experten zufolge ist der neue Subtyp deshalb schwerer nachzuweisen, da er seltener von PCR-Tests erkannt werden kann. Für Antigenschnelltests gilt das immerhin nicht. Dennoch sind noch viele Fragen offen – unklar ist außerdem, wo die Variante als Erstes aufgetaucht ist. Sicher ist allerdings, dass der Großteil der Neuinfektionen in Dänemark mit mehr als 6.400 Fällen festgestellt worden ist. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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