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Plötzlicher Kindstod (SIDS): Wie kündigt er sich an?

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Von: Judith Braun

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Plötzlicher Kindstod tritt unerwartet auf. Allerdings gibt es ein paar Anzeichen, die auf das Syndrom hindeuten und es ankündigen können.

Es ist der Albtraum für Eltern: Sie schauen nach ihrem schlafenden Neugeborenen und finden es tot in seinem Bettchen liegend auf. Plötzlicher Kindstod oder Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) gilt als die häufigste Ursache bei Babys im ersten Lebensjahr. Für betroffene Eltern stellt der Verlust des eigenen Kindes ein schwerer Schicksalsschlag dar.

Die Auslöser von SIDS sind bislang nicht eindeutig geklärt. Hoffnung gibt allerdings eine aktuelle Studie, die zumindest eine Ursache für Plötzlicher Kindstod gefunden zu haben scheint. In den meisten Fällen tritt er bei zuvor gesund erscheinenden Babys unerwartet aus. Dennoch gibt es erste Anzeichen, mit denen sich das Syndrom ankündigt.

Plötzlicher Kindstod (SIDS): Wie kündigt er sich an?

Mutter hält Hand an Gesicht von schlafendem Baby
Starkes Schwitzen oder auffallende Bläse bei schlafenden Babys können Warnzeichen für Plötzlicher Kinstod (SIDS) sein. © Cavan Images/IMAGO

Zwar müssen die Ursachen für SIDS noch weiter erforscht werden. Was in den letzten Lebensminuten eines betroffenen Babys passiert, wissen Forscher jedoch bereits. Aufgrund eines Sauerstoffmangels verlangsamt sich der Herzschlag, während der Kohlendioxidspiegel im Blut steigt. Normalerweise wäre dies der stärkste Anreiz, zu atmen. Die Kleinen geraten jedoch in eine Art Notatmung und es kommt zu nur noch vereinzelten, schnappartigen Atemzügen. Dadurch wird der Sauerstoffmangel immer größer. Das Baby erleidet im Schlaf schließlich einen Herzstillstand, wird anschließend bewusstlos und erstickt.

Auch wenn der Kindstod – wie der Name schon sagt – plötzlich und unerwartet eintritt, können erste Anzeichen das Leiden bereits ankündigen. Auf diese Warnzeichen sollten Eltern achten und in jedem Fall einen Kinderarzt aufsuchen:

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Plötzlicher Kindstod: Was Eltern zur Vorbeugung tun können

Auch wenn der Plötzliche Kindstod unerwartet eintritt, haben Eltern die Möglichkeit, sein Risiko zu reduzieren. Indem sie in ihrem Alltag einfache Maßnahmen und Mittelergreifen. So empfehlen Experten beispielsweise, dass Neugeborene und Babys mindestens bis zum ersten Lebensjahr einen Schlafsack beim Schlafen tragen sollen. Außerdem spielt auch die Schlafposition eine wichtige Rolle. Babys sollten deshalb beim Schlafen nicht auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken liegen. Die beste Raumtemperatur zum Schlafen des Kindes liegt zudem zwischen 16 und 18 Grad. Wenn es in Räumen zu warm ist, könnte das Baby überhitzen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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