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Ständig kalte Hände? Symptome, Ursachen und Behandlung des Raynaud-Syndroms

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Von: Jasmin Farah

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Im Winter haben viele kalte Hände. Doch wer ständig darunter leidet, bei dem kann mehr dahinterstecken. Vielleicht sogar das Raynaud-Syndrom?

München – Sie haben ständig eiskalte Hände? Im Winter ist das oftmals nichts Ungewöhnliches. Vor allem, wenn man längere Zeit bei Minusgraden draußen unterwegs ist. Doch wenn sich die Finger plötzlich eisig anfühlen und sich sogar verfärben, nur, weil Sie gerade etwas Kaltes anfassen, dann sollten Sie besser stutzig werden. Schmerzen zusätzlich Finger und Hände oder auch manchmal die Zehen, könnte das Raynaud-Syndrom der Grund sein.

Ständig kalte Hände? Symptome, Ursachen und Behandlung des Raynaud-Syndroms

Hierbei handelt es sich um eine Überreaktion der Gefäße im Körper und damit um eine Durchblutungsstörung. Die Fingerarterien (mit Ausnahme des Daumens) ziehen sich bei Kälte abrupt zusammen, das Blut entweicht und die Haut wird blass und manchmal sogar blau. Dieser „Gefäßkrampf“ kann dann bis zu einer halben Stunde andauern.

Eine Frau steht in einer Winterlandschaft und wärmt sich die Hände. (Symbolbild)
Ständige kalte Hände? Im Winter nichts Ungewöhnliches, doch manchmal steckt mehr dahinter. (Symbolbild) © Frank van Delft/Imago

Kehrt dann das Blut wieder zurück in die Finger, röten sich diese übermäßig und können schmerzen. Manchmal fühlen sie sich auch taub an. Neben äußeren Einflüssen können allerdings auch Gefühlsausbrüche oder Stress diese Probleme auslösen. Das Raynaud-Syndrom lässt sich in drei Stufen einteilen:

Das Raynaud-Syndrom: Diese Formen gilt es zu unterscheiden

1. Das primäre Raynaud-Syndrom: Die Ursachen dafür sich noch unklar. Allerdings sollen besonders junge Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren daran erkranken. Diese weisen im Zusammenhang oft auch einen niedrigen Blutdruck auf. Es sind oftmals beide Hände betroffen. Patienten empfinden die Symptome als unangenehm. Was überrascht: Letztere gehen später im Alter meist wieder zurück.

2. Das sekundäre Raynaud-Syndrom: Hiervon sind oftmals ältere Menschen, Männer wie Frauen gleichermaßen, betroffen. Die zweite Form tritt meist nur an einer Hand infolge einer anderen Erkrankung auf, berichtet die „Apotheken Umschau“. Dabei handelt es sich großteils um Autoimmunerkrankungen, wie

Auch neurologische Krankheiten wie die Multiple Sklerose, Nervenentzündungen, Nervenschäden im Handbereich wie das Karpaltunnelsyndrom können einer Durchblutungsstörung wie beim Raynaud-Syndrom zugrunde liegen. Aber auch berufsbedingte Schäden, wenn man zum Beispiel jahrelang mit stark vibrierenden Geräten wie Presslufthammer, Kettensäge & Co. gearbeitet hat, sind manchmal ein Grund dafür.

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Darüber hinaus sollen außerdem manche Substanzen Raynaud-Symptome begünstigen können. Darunter:

Das Raynaud-Syndrom: So stellt der Arzt die Diagnose

Ein Arzt kann schließlich die richtige Diagnose stellen. Nach einer Anamnese des Patienten geben Tests an Fingern und Händen, zum Beispiel ein Faustschluss- und ein Kälteprovokationstest, Aufschluss darüber, ob ein Raynaud-Syndrom vorliegt. Um das festzustellen, werden unter anderem die Pulsschlage in den Fingern mit spezifischen Geräten aufgezeichnet und der Blutdruck des Patienten gemessen.

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Zudem wenden Ärzte auch zur Diagnose oftmals die sogenannte Kapillarmikroskopie an. Hierbei werden durch ein Mikroskop unter der Nagelfalz der Fingernägel die kleinsten Blutgefäße genauer betrachtet. Auch kommen gerne Ultraschallaufnahmen der versorgenden Arterien in den Fingern zum Einsatz. Um herauszufinden, ob bereits andere Erkrankungen vorliegen, werden zudem Bluttests, Organuntersuchungen und je nach Verdacht auch eine Magnetresonanzangiografie durchgeführt. Doch was kann ich konkret tun, um die Symptome zu lindern?

Das Raynaud-Syndrom: Das können Sie tun

Grundsätzlich können Sie selbst Gefäßkrämpfen vorbeugen, indem Sie Ihre Finger konsequent vor Kälte und Nässe schützen. Das heißt also konkret: Handschuhe und dicke Socken sowie Mützen und Schals helfen dabei, warm zu bleiben. Wer an einer Gefäßstörung leidet, sollte zudem besser nicht rauchen.

Stattdessen empfiehlt es sich, sich regelmäßig zu bewegen, um die Durchblutung der Hände zu fördern. Aber bitte nicht übertreiben: Sportarten, bei denen die Hände zu stark belastet werden, sollten ebenfalls besser gemieden werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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