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Rotavirus: Große Gefahr für Kleinkinder – Symptome, Behandlung und Impfung

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Von: Jasmin Pospiech

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Rotaviren sind besonders ansteckend für Babys und Kleinkinder. Doch Eltern können Anzeichen schnell deuten. Auch eine Impfung kann die Kleinen schützen.

Köln – Sie sind eine der häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern: Rotaviren. Diese sind nicht nur hoch ansteckend, sondern können auch gefährlich werden. Denn die Symptome der Infektionskrankheit sind nicht unerheblich für kleine Kinder, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.

Rotavirus: Große Gefahr für Kleinkinder – Symptome, Behandlung und Impfung

Oftmals tritt die Infektion bei Kindern bis zum Alter von zwei bis fünf Jahren auf, erst dann haben sie genügend Schutz gegen die Viren aufgebaut. Doch bis dahin können sich die Kleinen mehrfach anstecken. Vor allem im Frühjahr gehen Rotaviren um und sorgen beim Nachwuchs für heftige Beschwerden. Aber auch Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind für die Viruserkrankung anfälliger.

Oftmals werden die Rotaviren durch eine Schmierinfektion übertragen. Dabei werden sie über kleinste Spuren von Kotresten an den Händen oder über verunreinigte Gegenstände weitergegeben. Säuglinge und Kinder, die gerne Dinge wie Spielzeug in den Mund nehmen, sind daher besonders betroffen. Die Erreger gelangen in den Körper und weiter in den Darm.

Ein Kleinkind bekommt eine Schluckimpfung. (Symbolbild)
Gegen Rotaviren hilft eine Schluckimpfung. (Symbolbild) © Fotoarena/Imago

Betroffene leiden dann unter anderem unter folgenden Symptomen:

Die Magen-Darm-Erkrankung bricht meist ein bis drei Tagen nach der Ansteckung aus. Die Beschwerden können bei Säuglingen und Kleinkindern unterschiedlich schwer verlaufen, oftmals dauern sie allerdings zwei bis sechs Tage an und klingen dann von selbst ab. Allerdings wird der Virus auch noch danach mit dem Stuhl ausgeschieden, weshalb die Infektionsgefahr für andere noch immer sehr hoch ist.

Gefährlich wird es, wenn die Betroffenen viel Körperflüssigkeit durch Erbrechen und Durchfall verlieren und immer schwächer werden. Schwindel und Kreislaufprobleme können die Folge sein. Werden die Beschwerden nicht behandelt, kann es sogar lebensbedrohlich enden.

Rotavirus: Gefahr für Kleinkinder – das müssen Eltern jetzt tun

Damit es erst gar nicht dazukommt, sollten sich Betroffene in der akuten Erkrankungsphase viel schonen und viel trinken, bei Säuglingen und Kleinkindern am besten in kleinen Portionen. Um den Flüssigkeitsverlust weiter auszugleichen, braucht es neben Wasser auch Salz, sogenannte Elektrolyt-Ersatzlösungen sind in Apotheken erhältlich. Halten aber Symptome wie Durchfälle und Erbrechen mehrere Tage an und kommt noch Fieber hinzu, sollten Sie zum Arzt gehen.

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Hingegen müssen Kleinkinder Schulen oder Kitas im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes in der Zeit der Erkrankung vorübergehend fern bleiben. Erst nach zwei Tagen nach Abklingen der Symptome können öffentliche Einrichtungen wieder besucht werden. Das gilt auch für Personen, die beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben. Daher gilt in allen Fällen, sich zusätzlich in der akuten Erkrankungsphase oft die Hände und den gesamten Körper zu waschen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät. Zusätzlich sollten Bettwäsche und Kleidung des Erkrankten regelmäßig ausgewechselt und heiß gewaschen werden.

Rotavirus: Gefahr für Kleinkinder – Schluckimpfung schützt

Damit es nicht erst so weit kommt, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Säuglinge eine Schluckimpfung gegen Rotaviren. Die erste Impfdosis wird meistens ab der vollendeten sechsten Lebenswoche und spätestens bis zum Alter von zwölf Wochen verabreicht. Je nach Impfstoff können noch zwei oder drei Impfstoffdosen in einem Mindestabstand von vier Wochen erfolgen. Die Serie sollte bis zum Alter von 16 bis 22 Wochen abgeschlossen sein, spätestens aber bis zum Alter von 24 bzw. 32 Wochen.

Der Grund: Mit zunehmenden Alter von Säuglingen nimmt auch das Risiko zu, nach einer Impfung eine Darmeinstülpung (Invagination) zu entwickeln. Dabei stülpt sich ein Darmabschnitt in einen anderen. Etwa ein bis zwei Invaginationen treten je 100.000 geimpfter Kindern auf. Wenn ein Kind Anzeichen einer Invagination, wie Bauchschmerzen, Erbrechen, blutige Stühle oder schrilles Schreien mit Anziehen der Beine zeigt, sollten Eltern schnellstmöglich einen Kinderarzt aufsuchen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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