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Ständig Rückenschmerzen? Diese tückische Krankheit kann dahinterstecken

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Von: Jasmin Farah

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Wer unter chronischen Schmerzen im Rücken und den Gelenken leidet, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Es könnte eine besondere Form von Rheuma sein.

München – Schon mal von Morbus Bechterew gehört? Dabei handelt es sich um eine seltene und chronische entzündliche Wirbelsäulenerkrankung. Zuerst verspüren Betroffene meist Schmerzen in den Kreuz-Darmbein-Gelenken (Iliosakralgelenke) im hinteren Teil des Rückens. Das sind unbewegliche Beckengelenke, die die Beckenknochen mit der Wirbelsäule verbinden. Eine Entzündung im Iliosakralgelenk kann auf die restliche Wirbelsäule übergreifen und zu Knochenwucherungen sorgen.

Ständig Rückenschmerzen? Diese tückische Krankheit kann dahinterstecken

Das führt wiederum dazu, dass die Wirbelsäule mitsamt der Bandscheiben und Bänder mit der Zeit versteift, erklärt die Schweizer Rheumaliga. Morbus Bechterew (auch Spondylitis ankylosans) ist daher eine eigene Form von Rheuma und sollte nicht unterschätzt werden. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen und etwa ein Prozent der europäischen Bevölkerung erkrankt daran.

Eine Frau hält sich vor Schmerzen die Hände an den unteren Rückenbereich. (Symbolbild)
Wer oft mit Schmerzen im hinteren Teil des Rückens zu kämpfen hat, sollte das besser abklären lassen. (Symbolbild) © Arno Burgi/dpa

Erste Anzeichen zeigen sich meist schon im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, in seltenen Fällen können auch (Klein-)Kinder betroffen sein. Der Schweregrad kann bei Betroffenen stark variieren: Während die einen nur milde Symptome zeigen, trifft es andere härter. Was eine Diagnose außerdem erschwert, ist die Tatsache, dass Beschwerden schubweise auftreten und anschließend für einige Zeit ganz verschwinden können.

Ständig Rückenschmerzen? Erste Anzeichen von Morbus Bechterew richtig deuten

Erste Anzeichen und Symptome von Morbus Bechterew laut der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) sind:

Morbus Bechterew äußert sich laut DVMB zu Beginn in einem stumpfen Schmerz in der Lendenwirbelsäule und im Gesäß. Die Beschwerden treten bei Betroffenen zudem oft nachts auf – unter Schmerzen wachen sie auf. Morgens folgt dann eine länger anhaltende Steifheit. Zudem kann die Krankheit sehr unterschiedlich verlaufen.

Ständig Rückenschmerzen? Wann Morbus Bechterew heilbar ist

Die Erkrankung breitet sich oftmals über Jahre schleichend aus: vom Rücken über die Lendengegend bis in die Brust- und Halswirbelsäule. Aber auch größere Gelenke an Schultern, Ellbogen, Hüfte oder Knie bleiben in manchen Fällen nicht verschont. Diese verknöchern und versteifen. Am Ende fällt es Betroffenen immer schwerer, sich fortzubewegen. Auch Fehlstellungen können infolgedessen im Spätstadium auftreten.

Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Die Krankheit kann in jedem Stadium zum Stillstand kommen. Passiert das schon sehr früh, heilt Morbus Bechterew eventuell und hinterlässt keine bleiben Schäden an der Wirbelsäule. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden. 

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