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Hashimoto-Thyreoiditis: Wenn die Schilddrüse chronisch entzündet ist

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Von: Judith Braun

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Eine Hashimoto-Thyreoiditis kann häufig eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. Die Autoimmunerkrankung ist allerdings nicht heilbar.

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ und eine lebenswichtige Hormondrüse, die unterschiedliche Aufgaben im Körper übernimmt. So spielt sie beispielsweise eine große Rolle für den Stoffwechsel. Gleichzeitig ist sie auch für das Wachstum und die Reifung des Körpers zuständig.

Gerät die Schilddrüse in ein Ungleichgewicht, kann sich das durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen, da die Schilddrüsenhormone viele Körperfunktionen beeinflussen. Hashimoto-Thyreoiditis ist dabei der häufigste Grund für eine Schilddrüsenunterfunktion. Die chronische Entzündung der Schilddrüse lässt den Stoffwechsel dann nur noch in Zeitlupe funktionieren.

Hashimoto-Thyreoiditis: Wenn die Schilddrüse chronisch entzündet ist

Frau hält Hände an ihren Hals
Frauen sind von Hashimoto-Thyreoiditis häufiger betroffen als Männer. © Cavan Images/IMAGO

Bei Hashimoto handelt es sich um eine chronisch anhaltende Entzündung der Schilddrüse, die nach ihrem Entdecker, dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto, benannt ist. Die Krankheit wird vom körpereigenen Immunsystem verursacht und wird deshalb auch Autoimmunthyreoiditis genannt. Bei den Betroffenen greift das Immunsystem das Schilddrüsengewebe an und schädigt es.

Die meisten Menschen erkranken im Alter von 30 bis 50 an Hashimoto, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Letztendlich führt die Erkrankung zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Denn die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion im Erwachsenenalter. Sie ist allerdings nicht heilbar.

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Ursachen von Hashimoto-Thyreoiditis: Krankheit entsteht durch Fehler der Körperabwehr

Hashimoto entsteht durch einen Fehler der Körperabwehr und zählt somit zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Dabei attackiert der eigene Organismus plötzlich gesundes Schilddrüsengewebe im Körper. Der Grund dafür ist von der Forschung bislang noch nicht geklärt. Experten vermuten, dass es möglicherweise durch eine bakterielle oder virale Infektion zu der Autoimmunreaktion kommen könnte.

Zwar wird die Erkrankung laut der Apotheken Umschau Online nicht direkt weitervererbt. Dennoch steckt eine gewisse Neigung zu Hashimoto in den Genen. So sollen Verwandte von Hashimoto-Patienten durchschnittlich häufiger betroffen sein als andere Menschen. Zudem tritt die Krankheit häufig auch mit anderen Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Zöliakie oder Diabetes mellitus Typ 1 auf. Wenn der Blutzucker oftmals in Richtung Unterzucker rauscht, dann könnte dies auf Hashimoto hindeuten. In diesem Fall kann die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

Hashimoto-Thyreoiditis: So verläuft die Schilddrüsenstörung

Oftmals verläuft die Schilddrüsenkrankheit eine lange Zeit ohne Symptome oder Beschwerden. Denn der Körper hält die Hormonspiegel aufrecht. Generell werden jedoch zwei Verlaufsformen unterschieden:

In Deutschland leiden die meisten Betroffenen unter letzterer Form. Wenn der eigene Organismus die Hormonspeicher der Schilddrüse durch die Entzündung angreift, können zunächst Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst werden, da vorübergehend ungewöhnlich große Mengen Schilddrüsenhormone ins Blut gelangen. Später wird das Gewebe immer mehr geschädigt und kann schließlich funktionsuntüchtig werden. Dadurch kann eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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