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Schilddrüse: Diese Symptome zeigen, dass sie krankhaft vergrößert ist

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Von: Jasmin Pospiech

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Eine starke Schwellung am Hals kann auf eine Veränderung des Schilddrüsengewebes hindeuten. Ist das Schmetterlingsorgan vergrößert, kann das fatale Folgen haben.

München – Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ, das an vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist. Funktioniert sie nicht optimal, können unangenehme Beschwerden die Folge sein. Doch oftmals können Betroffene die diffusen Symptome wie Abgeschlagenheit, Haarausfall oder Gewichtszunahme nicht richtig einordnen. So passiert es, dass die Erkrankungen der Schilddrüse lange Zeit unerkannt bleiben. Nicht so bei einer Schilddrüsenvergrößerung, auch als Kropf (Struma) bekannt.

Schilddrüse: Diese Symptome zeigen, dass sie krankhaft vergrößert ist

Etwa 33 von 100 Menschen in Deutschland haben eine Struma. Frauen sind zudem vier bis fünfmal häufiger betroffen als Männer. Eine Struma ist äußerlich leicht zu erkennen, Betroffene leiden meist an einer dicken Schwellung des Halses. Wird die Struma zudem frühzeitig erkannt, ist die Erkrankung gut behandelbar. Daher ist es so wichtig, Anzeichen frühzeitig zu erkennen, die auf eine mögliche Schilddrüsenvergrößerung hindeuten. Wird ein Kropf schließlich nicht behandelt, kann es im schlimmsten Falle sogar zu Schilddrüsenkrebs kommen.

Eine Frau greift sich mit beiden Händen im Bereich der Schilddrüse an den Hals. (Symbolbild)
Wenn sich die Schilddrüse vergrößert, kommt es oftmals zu einer Schwellung des Halses. (Symbolbild) © imago images

Typische Symptome einer Schwellung der Schilddrüse sind:

Kommen noch eine Schilddrüsenunter- oder -überfunktion dazu, können je nachdem weitere Beschwerden drohen. Bei einer Überfunktion etwa sind das ungewollter Gewichtsverlust, innere Unruhe, Reizbarkeit und Schlafstörungen.

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Schilddrüse: Diese Symptome zeigen, dass sie krankhaft vergrößert ist

Experten zufolge ist der häufigste Grund für eine Schilddrüsenvergrößerung ein ausgeprägter Jodmangel, der in Deutschland aufgrund der jodarmen Böden weit verbreitet ist. Als Folge vermehren sich die Zellen der Schilddrüse. Außerdem schüttet die Hypophyse im Gehirn mehr vom Schilddrüsen-stimulierenden Hormon (TSH) aus, um die Produktion von Schilddrüsenhormonen anzuregen. Die Folge: Es kommt zu Gewebewucherungen, wie das Medizinportal „internisten-im-netz.de“ berichtet.

Weitere Ursachen für einen Kropf sind:

Schilddrüse: Diese Symptome zeigen, dass sie krankhaft vergrößert ist

Hat man den Verdacht auf eine Schilddrüsenvergrößerung, sollte man diesen von einem Internisten oder Endokrinologen abklären lassen. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung. Zudem werden einige Bluttests, Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse sowie Antikörpertests durchgeführt, um zu sehen, was die Ursache ist und um die entsprechende Behandlung einleiten zu können. In manchen Fällen sind CT- oder MRT-Scans und gegebenenfalls eine Biopsie der Schilddrüse nötig.

Bei einer Therapie wird schließlich versucht, Beschwerden zu lindern, die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu normalisieren und das Risiko für Schilddrüsenkrebs zu verhindern. Dies kann über die Einnahme von Jod, Medikamenten oder auch im äußersten Falle mithilfe einer Operation erfolgen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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