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Schilddrüsenerkrankung: Kalte Füße können ein Anzeichen sein

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Von: Judith Braun

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Leiden Sie dauerhaft unter kalten Füßen? Dann könnte dies unter Umständen auf eine kranke Schilddrüse und eine Unterfunktion hindeuten.

In den Wintermonaten und bei eher kühlen Temperaturen wundert man sich vermutlich kaum, wenn die Füße einmal kalt sind. Tritt dies allerdings auch bei höheren Temperaturen auf, können durchaus andere Ursache dahinterstecken, zum Beispiel eine Durchblutungsstörung. Aber auch hormonelle Probleme, die durch eine Schilddrüsenerkrankung verursacht werden, könnten der Auslöser sein.

Schilddrüsenunterfunktion: Kalte Füße können Warnzeichen sein

Zwei Füße unter einer Decke
Kälteempfindlichkeit ist ein Symptom einer Schilddrüsenunterfunktion. Kalte Füße könnten deshalb ein Warnzeichen sein. © A. Tamboly/IMAGO

Die Schilddrüse spielt für den menschlichen Körper eine essenzielle Rolle, da es sich bei ihr um eine lebenswichtige Hormondrüse handelt. Über die Schilddrüsenhormone steuert das schmetterlingsförmige Organ viele wichtige Körperfunktionen wie etwa Wachstum und Reifung des Körpers. Stetig gibt die Schilddrüse dafür eine bestimmte Menge an den beiden Schilddrüsenhormonen T3 (Trijodthyronin) und T4 (Tetrajodthyronin oder Thyroxin) ins Blut ab. In bestimmten Situationen kurbelt sie die Produktion der Hormone weiter an, da der Stoffwechsel dann mehr Energie benötigt. Das kann beispielsweise beim Wachstum, während einer Schwangerschaft oder bei Kälte der Fall sein. Liegt jedoch eine Stoffwechselstörung aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung vor, dann hat dies Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt es beispielsweise zu einer Überproduktion der Hormone. Im Gegensatz dazu produziert der Körper bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zu wenig davon. Letztere kann zum Beispiel zu häufigem Frieren führen. Dauerhaft kalte Füße können deshalb ein Anzeichen dafür sein, dass Betroffene unter einer Unterfunktion leiden. Zusätzlich kann es zu einem Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Haut kommen. Treten diese Beschwerden in Kombination mit einer Konzentrationsschwäche oder allgemeinen Müdigkeit auf, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen und Ihre Schilddrüse untersuchen lassen.

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Schilddrüsenunterfunktion: Symptome und Behandlung

In Deutschland leidet jeder dritte Erwachsene unter einer Schilddrüsenunterfunktion. Dabei tritt sie am häufigsten in Folge einer Hashimoto-Erkrankung auf. Bei der Autoimmunerkrankung ist die Schilddrüse chronisch entzündet und wird vom eigenen Körper angegriffen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich außerdem in verschiedenen Symptomen zeigen. Neben Kälteempfindlichkeit können folgende Beschwerden auf die Krankheit hinweisen:

Liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, dann lässt sich diese in der Regel mithilfe von Medikamenten behandeln. Durch die tägliche Einnahme von Hormontabletten wird das fehlende körpereigene Thyroxin ersetzt. Patienten sollten Schilddrüsentabletten allerdings weder mit Kaffee noch mit Mineralwasser einnehmen, da hier Wechselwirkungen möglich sind.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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