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Verstopfung: Warnzeichen für angeborene Schilddrüsenunterfunktion

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Eine Störung der Schilddrüse zeigt sich nicht nur bei Erwachsenen durch unangenehme Symptome. Auch Babys können schon mit Beschwerden zur Welt kommen.

Die Schilddrüse ist ein wichtiges Organ im menschlichen Körper, das durch seine Hormone wesentliche Wachstumsprozesse und den Grundumsatz sowie Energieverbrauch unseres gesamten Organismus regelt. Ist die Schilddrüse in ihrer Funktion gestört, weil zu wenig Hormone produziert werden, so kann sich diese über verschiedene Krankheitssymptome bemerkbar machen.

Verstopfung: Warnzeichen für angeborene Schilddrüsenunterfunktion

Weinendes Baby auf dem Wickeltisch
Babys, die mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion zur Welt kommen, zeigen spezifische Symptome in ihrer Motorik, ihrem Trinkverhalten sowie der Verdauung. (Symbolbild) © halfpoint/Imago

Nicht nur Erwachsene können an einer Erkrankung der Schilddrüse leiden und dadurch verschiedene Beschwerden wie Gewichtsschwankungen, Müdigkeit, Haarausfall oder gar Potenzprobleme bei Männern entwickeln. Diese kleine endokrine Drüse nimmt aber auch entscheidenden Einfluss auf die Verdauung und kann bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu Darmprobleme führen. Schon Babys können mit einer Schilddrüsenstörung geboren werden, was sich auch über ihren Darm bemerkbar macht.

Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion kann für Neugeborene und Babys gefährlich werden, da die von der Schilddrüse produzierenden Hormone lebenswichtig für das Körperwachstum und die Reifung des Gehirns sind. Die Gefahr von Kleinwuchs sowie schweren, geistigen Entwicklungsstörungen, ist dann besonders groß, wie es bei Netdoktor heißt. Schon in der Schwangerschaft sollten Frauen auf eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen achten, um im schlimmsten Fall einer Frühgeburt oder Fehlgeburt vorzubeugen. Wichtig ist, den Frauenarzt zu einer genauen Untersuchung der Schilddrüsenwerte anzusprechen.

Bei Erwachsenen können sieben typische Warnzeichen auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten. Babys, die mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion zur Welt kommen, zeigen andere, spezifische Symptome in ihrer Motorik und ihrem Trinkverhalten: Sie bewegen sich wenig, verweigern das Trinken und zeigen einen schwachen Muskeltonus sowie ungenügende Reflexe, wie es weiter bei Netdoktor beschrieben ist. Darmprobleme, insbesondere Verstopfung, machen sich schon bei einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion deutlich bemerkbar, da der Mangel an Schilddrüsenhormonen eine verlangsamte Verdauung zur Folge hat.

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Wird die Schilddrüsenunterfunktion bei Babys nicht auf Anhieb entdeckt und eine Hormontherapie erst verzögert begonnen, kann nur noch der Kleinwuchs gehemmt werden. Die Hirnschäden, die durch die Schilddrüsenunterfunktion entstehen, können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Eine schwere Form der unbehandelten Schilddrüsenunterfunktion ist als „Kretinismus“ bekannt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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