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Schilddrüsenüberfunktion: Zehn Warnsignale helfen bei der Diagnose

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Von: Judith Braun

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Bei Schilddrüsenüberfunktion ist die Ausschüttung von Hormonen krankhaft gesteigert. Die Symptome der Stoffwechselstörung können vielfältig sein.

Etwa einer von 100 Menschen leidet unter einer Schilddrüsenüberfunktion. Bei der sogenannten Hyperthyreose läuft der Stoffwechsel wegen eines Überschusses an Schilddrüsenhormonen auf Hochtouren. Zeigen kann sich die Krankheit auf ganz unterschiedliche Weise und anhand verschiedener Symptome – auch Anzeichen der Haut, die für eine Schilddrüsenüberfunktion zunächst untypisch scheinen.

Schilddrüsenüberfunktion: Zehn Anzeichen, dass Sie darunter leiden könnten

Arzt untersucht Hals einer Patientin
Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Leistungsabfall können Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein. © YAY Images/IMAGO

Eine Schilddrüsenüberfunktion entsteht dadurch, dass sowohl die Bildung als auch die Ausschüttung von Hormonen in der Schilddrüse krankhaft gesteigert sind. Im Gegensatz dazu produziert die Schilddrüse bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu wenig der beiden wichtigsten Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Beide Erkrankungen können fatale Folgen haben, da die beiden Schilddrüsenhormone an der Steuerung vieler lebenswichtiger Stoffwechselvorgänge beteiligt sind, wie etwa an Energiestoffwechsel, Herzschlag, Blutdruck, Wachstums- und Entwicklungsprozesse.

Ursachen von Schilddrüsenüberfunktion

Die Hauptursache für die Schilddrüsenüberfunktion liegt in der Krankheit Morbus Basedow, der sogenannten Schilddrüsenautonomie. Sie löst in den meisten Fällen die Stoffwechselkrankheit aus und kommt bei Frauen fünf- bis zehnmal häufiger vor als bei Männern. Außerdem tritt sie überwiegend zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Dabei produziert das Immunsystem wegen einer Fehlfunktion spezielle, gegen Schilddrüsengewebe gerichtete Antikörper. Diese werden TRAK oder auch TSH-Rezeptorantikörper genannt.

Diese docken in der Schilddrüse an die gleichen Rezeptoren an wie das Schilddrüsen-stimulierende Hormon TSH, welches von der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse, zur Steuerung der Hormonproduktion in der Schilddrüse ausgeschüttet wird. Somit ahmen TRAK die Wirkung von TSH nach, sodass die Bildung der Schilddrüsenhormone vom Gehirn unkontrolliert angekurbelt wird.

Der Grund dafür ist, dass sich Schilddrüsengewebe der Regulierung durch übergeordnete Hirnzentren, genauer gesagt dem Hypothalamus und der Hypophyse, entzieht. Daneben gibt es in seltenen Fällen auch andere Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion, wie zum Beispiel übermäßige Jodzufuhr durch die Einnahme von Medikamenten, Überdosierung von Schilddrüsenhormonen gegen Schilddrüsenunterfunktion, Entzündung der Schilddrüse, gutartiger Tumor der Hypophyse oder Schilddrüsenkrebs.

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Symptome von Schilddrüsenüberfunktion: Sieben Warnsignale, die Sie kennen sollten

Auch wenn sich die meisten Fälle von Schilddrüsenüberfunktion auf eine Ursache zurückführen lassen, so zeigt sich die Stoffwechselstörung in unterschiedlichen Symptomen und mit verschiedenen Warnzeichen. Schließlich beschleunigt der Überschuss an Hormonen Stoffwechselprozesse in verschiedenen Organen und Organsystemen. Wenn Sie unter folgenden Symptomen leiden, könnte dies deshalb ein Warnsignal dafür sein, dass Sie unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden könnten:

Ein typisches Anzeichen für eine Hyperthyreose ist die vergrößerte Schilddrüse, die im Volksmund Kropf und von Fachleuten Struma genannt wird. Sie zeigt sich als Schwellung im vorderen Halsbereich. Patienten, die unter der Basedow-Krankheit leiden, haben häufig außerdem Probleme mit den Augen. Dazu zählen hervorgetretene Augäpfel, gerötete oder trockene Augen, vermehrter Tränenfluss oder Lichtscheue. Ob eine Person tatsächlich unter der Stoffwechselstörung leidet, kann allerdings nur ein Arzt feststellen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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