1. 24vita
  2. Krankheiten

Schilddrüsenunterfunktion: Patienten leiden oft trotz Therapie

Erstellt:

Von: Judith Braun

Kommentare

Die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist meist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis. Sie kann therapiert, aber nicht geheilt werden.

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme, Haarausfall: All diese Anzeichen können darauf hindeuten, dass eine Person unter einer Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, leidet. Meist steckt als Ursache eine chronische Entzündung, die Hashimoto-Thyreoiditis, des Schmetterlings-Organs dahinter. Stellt ein Arzt die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion, kann die Stoffwechselstörung mit einer Therapie behandelt werden. Betroffene haben jedoch nicht selten ein Leben lang mit der Erkrankung zu kämpfen.

Schilddrüsentherapie: Wie Unterfunktion behandelt wird

Schilddrüsenmedikamt Euthyrox 75. Tabletten
Das Schilddrüsenmedikamt Euthyrox 75 ist ein synthetisch hergestelltes Schilddrüsenhormon. Es wird zur Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen der Schilddrüse eingesetzt. © M.Zettler/IMAGO

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird die Produktion von Schilddrüsenhormonen gehemmt, sie schüttet daraufhin zu wenig der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) aus. Da die Schilddrüse im Körper lebenswichtige Funktionen übernimmt, wie etwa für den Stoffwechsel, hat die Krankheit vielfältige Auswirkungen auf den Organismus, was sich wiederum in unterschiedlichen Symptomen zeigt. Betroffene leiden meist unter folgenden Anzeichen:

Bei der Hauptursache Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Aus bislang unbekannter Ursache bildet der Körper Antikörper gegen Eiweiße der Schilddrüse. So kommt es zur chronischen Entzündung des schmetterlingsförmigen Organs. Durch die gehemmte Produktion der Schilddrüsenhormone wird der Stoffwechsel verlangsamt und funktioniert nur noch in Zeitlupe.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Chronische Schilddrüsenunterfunktion: Patienten müssen lebenslang Tabletten einnehmen

Damit der Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht gelangt, müssen Patienten bei einer chronischen Schilddrüsenunterfunktion ein Leben lang die fehlenden Hormone in Tablettenform eine halbe Stunde vor dem Frühstück einnehmen. Allerdings muss die Diagnose einer Unterfunktion gesichert sein. Werden Hormone unnötig eingenommen, kann dies zu Begleiterscheinungen wie etwa Herzrhythmusstörungen oder Osteoporose führen.

Anders als bei einer Schilddrüsenüberfunktion, bei der etwa die Hälfte der Patienten nach einer Medikamententherapie geheilt ist, können Hashimoto-Betroffene trotz Therapie weiterhin unter Beschwerden leiden. Obwohl die Blutwerte der Schilddrüsenhormone wieder im Normalbereich liegen, kann es vorkommen, dass sich die Patienten trotzdem nicht wohlfühlen. Bei Hashimoto können die Schilddrüsenwerte außerdem immer wieder schwanken. Für den Arzt wird die Einstellung der richtigen Dosis der Tabletten dadurch erschwert. Neben der Medikamententherapie können Patienten jedoch auch auf eine entzündungshemmende Ernährung achten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare