1. 24vita
  2. Krankheiten

Mausarm (RSI Syndrom): Wie lässt sich die schmerzhafte Bürokrankheit vorbeugen?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jasmina Deshmeh

Kommentare

Der Arm einer Frau, die eine Computermaus in den Händen hält (Symbolbild)
Schmerzen in Nacken und Schultern und Kribbeln in den Händen und Unterarmen können auf einen sogenannten Mausarm hindeuten (Symbolbild) © Cavan Images/imago-images

Den ganzen Tag am PC zu sitzen und auf Maus und Tastatur herum zu tippen gehört für viele Menschen zum Arbeitsalltag. Damit es dabei nicht zu schmerzhaften Überlastungen - dem sogenannten „Mausarm“ - kommt, gilt es einiges zu beachten.

Eschborn – Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft waren 2018 etwa 14,8 Mio. Menschen in Deutschland in Büros tätig. Durch die Corona-Pandemie sind viele von ihnen im letzten Jahr ins Homeoffice an provisorische Arbeitsplätze gezogen - oft mit negativen Folgen für die Gesundheit. So kann es durch stundenlanges Arbeiten am Computer zu einem sogenannten „Mausarm“, unter Mediziner auch „Repetitive Strain Injury“ (kurz RSI-Syndrom) genannt, kommen. Dabei sorgen überlastete Muskeln, Bänder und Sehnen an Händen, Armen und Schultern für Schmerzen. Welche Symptome noch für einen Mausarm sprechen und wie er sich behandeln lässt, lesen Sie hier.

Schmerzhafte Bürokrankheit: Diese Symptome deuten auf einen Mausarm hin

Verursacht wird der Mausarm durch einseitige und sich häufig wiederholende Bewegungen, zum Beispiel das Tippen auf der Tastatur oder immergleiche Bewegungen mit der Computermaus. Wichtig ist, dass die Krankheit früh erkannt wird, sonst kann sie chronisch werden.

Folgende Symptome können laut der Pharmazeutischen Zeitung erste Hinweise auf einen Mausarm sein:

Bei diesen Beschwerden sprechen Experten von einem Mausarm im Anfangsstadium. Meist treten die Symptome bei der Arbeit auf und verschwinden nach Feierabend wieder. Im weiteren Verlauf der Krankheit treten dann Schmerzen in den Händen und Armen auf, die bis in den Oberarm oder die Schultern ausstrahlen können. Oft sind sie anhaltend und verschwinden nur bei längeren Pausen, zum Beispiel im Urlaub. Bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz kommen auch die Beschwerden zurück.

Im Spätstadium des Mausarms gehen die Schmerzen nicht mehr weg und zeigen sich auch bei anderen Aktivitäten und Bewegungen. Dann helfen meist auch keine Pausen mehr - die Krankheit hat einen chronischen Verlauf genommen. Oft kommen zu den genannten Symptomen noch Steifheit in den Fingern und Handgelenken und schmerzhafte Schwellungen der Fingergelenke dazu. Betroffene haben dann Schwierigkeiten, ihre Hände zu koordinieren.

Schmerzhafte Bürokrankheit: Wie lässt sich ein Mausarm verhindern?

Damit es nicht soweit kommt, sollte rechtzeitig vorgebeugt werden. Wer am Computer arbeitet, kann einiges dafür tun, seinen Arbeitsplatz so „gesund“ wie möglich zu gestalten und einseitige Belastungen zu verhindern. Eine Möglichkeit ist es, kleine Übungen in den Arbeitsalltag zu integrieren.* Die Pharmazeutische Zeitung empfiehlt dazu:

Neben regelmäßiger Bewegung ist auch ein ergonomischer Arbeitsplatz wichtig: Ein Bürostuhl mit höhenverstellbarer Armlehne sorgt für eine gute Sitzposition, eine ergonomische Tastatur oder eine spezielle Handauflage vor der Tastatur entlasten die Hände. Die richtige Bildschirmhöhe schont Nacken und Schultern. Wer längere Zeit am Laptop arbeitet, sollte eine externe Tastatur und Maus verwenden und den Laptop so positionieren, dass der Rücken gerade ist - oder noch besser: einen externen großen Monitor verwenden. Ab und zu im Stehen zu arbeiten oder regelmäßig aufzustehen, entlastet den Körper zusätzlich.

Schmerzhafte Bürokrankheit: So lässt sich ein Mausarm behandeln

Ist es bereits zu einem Mausarm gekommen, kann der Arzt Medikamente gegen die Schmerzen verschreiben. Auch Rheumamittel haben sich laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test bewährt. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Kortison-Injektionen, Physiotherapie und die Bestrahlung mit wärmenden Rotlicht. Ein wichtiger Teil der Therapie ist es auch, die Arbeitsbedingungen zu ändern. Dazu zählen neben einem ergonomischen Arbeitsplatz auch regelmäßige Pause, neue Bewegungsmuster und Entspannungsübungen. *Merkur.de ist ein Angebot bei IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare