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Erkältung oder echte Grippe: „Schüttelfrost und Schmerzen von jetzt auf gleich“, erinnert sich ein Patient

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Viele Menschen sprechen gerne von Grippe oder Erkältung, wenn sie einen Infekt durchmachen. Dabei unterscheiden sich beide Erkrankungen in bestimmten Symptomen.

Herbst- und Winterzeit ist für gewöhnlich Erkältungszeit – nicht nur. Viren und Bakterien, die einen grippalen Infekt hervorrufen, können über das ganze Jahr Beschwerden verursachen. Bis in den Frühling hinein besteht auch in der Regel ein erhöhtes Risiko, an der Influenza, der echten Grippe, zu erkranken. Solange die Luft noch kühl und trocken ist, haben es Erreger und Keime leichter, über die Atemwege und Schleimhäute in den Körper zu gelangen. Kälte schwächt das Immunsystem. Doch woher weiß man, ob es eine Erkältung, Corona- oder doch Grippe- beziehungsweise Influenza-Infektion ist? Ein Patient hatte sich mit dem Virus angesteckt und musste innerhalb weniger Stunden feststellen, welche schweren Symptome die echte Grippe im Vergleich zu einer Erkältung mit sich bringt, wie er 24vita.de im Interview berichtet.

Symptome von Erkältung und grippalem Infekt mit Hausmitteln bekämpfen

Bei Halsschmerzen regelmäßig mit Kamillentee und Salzwasser gurgeln. Auch Quarkwickel können Beschwerden über Nacht lindern.

Erkältung oder doch echte Grippe: „Schüttelfrost und Schmerzen von jetzt auf gleich“, erinnert sich Patient

Mann mit Fieber liegt im Bett.
Eine Ansteckung mit dem Influenza-Virus zeigt sich meistens innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der Ansteckung mit plötzlich auftretenden Symptomen wie Schüttelfrost und Fieber. (Symbolbild) © AndreyPopov/Imago

„Ich bin an dem Tag noch ganz normal zur Arbeit gegangen, alles war eigentlich wie immer. Ich habe auch ganz normal mit Kollegen zu Mittag gegessen, fühlte mich eigentlich normal und relativ fit.“ Was Stephan F. (Name von der Redaktion geändert) aus München zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Er hat sich mit dem Grippe-Virus angesteckt, in kürzester Zeit werden sich erste schwere Symptome bemerkbar machen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) spüren Betroffene nach einer Ansteckung erste Beschwerden relativ schnell innerhalb von ein bis zwei Tagen. Das Tückische: Erkrankte können bereits am Tag vor Beginn der Beschwerden ansteckend sein und bis zu sieben Tage nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen das Influenza-Virus auf andere Mitmenschen übertragen. Insbesondere Kinder oder Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem scheiden die Erreger auch länger aus, so das Robert-Koch-Institut (RKI).

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„Am späten Nachmittag merkte ich, dass ich zusehends müde wurde, auch etwas fröstelte, aber ich nahm das erstmal nicht so ernst. Ich sagte meiner Frau gegen 17:30 Uhr noch Bescheid, dass ich mich auf den Weg machen würde. In der U-Bahn war es zwar relativ warm, fast stickig, doch auch da spürte ich, dass mir irgendwie kalt war. Zu Hause angekommen, ging es dann ziemlich schnell. Ich habe jetzt rückblickend gesehen fast das Gefühl, als hätte man mir ‚den Stecker rausgezogen‘. Mir wurde schwindelig, ich spürte am ganzen Körper Schmerzen, wie schwere Muskelschmerzen, unglaublich, und Schüttelfrost, so stark, von jetzt auf gleich. Ich konnte nur noch ins Bett fallen, alles tat mir weh, das war schon heftig. Zum Glück war meine Frau da und konnte mir helfen. Sie reagierte auch gleich sehr gewissenhaft, intuitiv richtig, wie sie mir später erzählte. Trug Mundschutz, desinfizierte alle notwendigen Flächen, hielt unseren kleinen Sohn von mir fern, was auch nicht einfach war. Schlief sogar im Wohnzimmer, um sich vor möglicher Ansteckung zu schützen“, erzählt Stephan F. im Gespräch mit 24vita.de.

Erkältung und Grippe: Welche Symptome bei Influenza anders sind

Der entscheidende Unterschied zwischen einer Erkältung und Grippe ist der Verlauf der Erkrankung und die Art der Symptome. Bei einer Influenza fühlen sich Betroffene innerhalb kürzester Zeit von wenigen Stunden sehr schlecht und zeigen folgende Symptome:

Der ehemalige Influenza-Patient Stephan F. erinnert sich weiter: „Die Nacht war dann ziemlich schlimm, muss ich sagen, ich bekam so hohes Fieber, und diese Schweißausbrüche, das ganze Bett war nass. Jede Bewegung schmerzte, als würde jeder noch so kleine Muskel in meinem Körper schmerzen. Das hielt auch einige Tage an. Am kommenden Tag riefen wir dann unsere Hausärztin an und da wurde gleich die Vermutung auf Influenza oder eben Corona geäußert, aufgrund der Symptome, die wir beschrieben. Ich sollte dann, sobald es mir möglich war, in die Praxis kommen und man machte einen Abstrich. Nach einem Tag bekam ich schon die Diagnose: Influenza.“

Corona und Influenza: Schutzimpfung hilft

Mediziner raten aufgrund der Schwere der Symptome und möglichen Komplikationen einer Grippe-Infektion wie Herzrhythmusstörungen und Lungenentzündung zu einer regelmäßigen, jährlichen Auffrischimpfung gegen Influenza. Die Grippe-Schutzimpfung soll sogar vor einem schweren Verlauf einer Corona-Infektion schützen können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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