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Sehhilfen für den Alltag: Wenn die Brille nicht mehr genügt

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine ältere Dame mit Brille sitzt in ihrem Wohnzimmer und liest eine Zeitung. (Symbolbild)
Wenn eine Brille nicht mehr reicht, gibt es zum Glück andere Seh-Unterstützungen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago

Busnummern sind ein leuchtender Fleck, Straßennamen ein weißer Balken und Lesen am Computer ist schwierig? Dann sollten Sie folgende Sehhilfen versuchen.

München – Starke Sehschwäche betrifft nicht nur Senioren. Viele Menschen haben Probleme bei schlechtem Licht zu lesen oder haben nach einiger Zeit mit schwimmenden Buchstaben auf dem Bildschirm zu kämpfen. Damit muss man sich nicht einfach abfinden, es gibt viele Hilfen, die – neben der Brille – ihre Augen unterstützen und entlasten können. Wenn Sie merken, dass Ihre Sehfähigkeit immer weiter abnimmt, sollten Sie sich trotzdem immer von Ihrem Augenarzt beraten lassen. Er oder sie weiß, welche Therapieform für Sie infrage kommt. Dazu finden Sie hier Unterstützung und Alternativen, die das Leben mit einer Sehschwäche erleichtern können.

Sehhilfen für den Alltag: Mini-Vorlesegerät und Taschenleuchtlupe

Wenn Sie viel am Computer lesen, es aber immer schwieriger wird, könnten Sie darüber nachdenken, ob Sie sich ein Bildschirm-Lesegerät anschaffen wollen. Eine Kamera nimmt dabei Text und Bilder, die Sie betrachten, auf, und vergrößert diese automatisch. Für das Lesen am heimischen PC ist diese Variante ideal. Allerdings ist das Gerät relativ groß und verbraucht natürlich Strom. Für Laptops gibt es jedoch auch kleinere, mobile Geräte. Mittlerweile wurden auch Apps entwickelt, die das Surfen im Netz für Personen mit Sehschwäche erleichtern.* Eine weitere Leseunterstützung bieten auch Mini-Vorlesegeräte. Hier stecken Sie eine kleine Kamera an Ihren Brillenbügel, dann liest Sie Ihnen vor. Sie haben etwas nicht verstanden? Mittels Sprachsteuerung können Sie Passagen wiederholen lassen.

Ziemlich simpel, ziemlich praktisch: die Taschenleuchtlupe. Die kleine Lupe mit Licht ist ideal, wenn die Helligkeit schwindet. Das Preisschild, der Beipackzettel oder der Zuckergehalt des Müsliriegels lässt sich damit viel besser erkennen. Für längeres Lesen sind diese kleinen Leuchten aber unpraktisch, denn man muss sie immer mit einer Hand halten. Für solche Zwecke sind Umhängelupen, Stativleuchtlupen oder Standlupen eine bessere Option. Egal, ob sie nähen, lesen oder basteln, mit diesen Sehhilfen für den Alltag haben Sie immer beide Hände frei.

Sehhilfen für den Alltag: Endlich wieder Busnummern lesen

Wenn Sie Probleme haben, Busnummern oder Straßennamen zu erkennen, müssen Sie nicht gleich den Fernstecher für das Gebirge auspacken. Der wäre zwar auch hilfreich, ist aber im Alltag etwas unpraktisch. Diskreter und leichter ist ein kleines und kürzeres Fernrohr, auch Monokular genannt. Es passt in jede Mantel- und Handtasche und vergrößert das Gesehene in der Regel bis zu fünf- und zehnmal.

Sehhilfen für den Alltag: Sicher im Straßenverkehr

Wenn die Sehfähigkeit abnimmt, wird häufig auch die Navigation im Straßenverkehr zur Herausforderung. Nicht nur Autos und Fahrradfahrer, auch Boller und Pylonen machen die Fortbewegung zum Schlangentanz. Zum Glück können sich Personen mit Sehbehinderung Hilfe holen: Beispielsweise mit einem Hindernis-Checker, den Sie an Ihre Kleidung stecken. Das Gerät erkennt Hindernisse über Ultraschall. Dann vibriert es und der Nutzer kann rechtzeitig ausweichen. Kleinere Hindernisse, wie

erkennt der Hindernis-Checker allerdings nicht.

Eine weitere tolle Erfindung sind Navigations-Apps, die speziell für Menschen mit Sehbehinderung entwickelt wurden. Ein Beispiel ist die App „Routago“, die in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde. Solche Apps bieten den Nutzern umfangreiche Tools und Hilfsmittel, um blinde und sehbehinderte Menschen im Verkehr zu unterstützen. Via Voice-Over wird der Weg beschrieben, die Smartphone-Kamera identifiziert Objekte und Personen und lenkt um sie herum. Außerdem kann der Weg vorher hörend abgelaufen werden. So erfahren die Nutzer beispielsweise, wo sich eine sichere Unterführung befindet, ob die Straße einen Bogen macht oder sich die nächste Apotheke befindet.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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