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Hepatitis A: Masseninfektion bei Starbucks? Die ganze Geschichte

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Von: Jasmin Pospiech

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Ein Mitarbeiter einer Starbucks-Filiale soll sich mit Hepatitis A infiziert und weiter dort gearbeitet haben. Der Sprecher der Coffeeshop-Kette appelliert nun an Kunden, sich impfen zu lassen.

Clementon (New Jersey) – Da will man sich nur einen Kaffee zum Mitnehmen holen und dann erhält man im Nachhinein diese Hiobsbotschaft: Man könnte sich bei Starbucks mit Hepatitis A angesteckt haben.

Hepatitis A: Masseninfektion bei Starbucks? Die ganze Geschichte

Denn ein Mitarbeiter der beliebten US-Coffeeshop-Kette soll in einer Filiale weiter gearbeitet haben, obwohl er sich mit der Viruserkrankung infiziert hatte. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende Lebererkrankung. Demnach kann das Virus leicht in den Körper einer Person gelangen, wenn diese engen Kontakt zu Infizierten hatte oder indem diese Essen und Getränke verzehrt, die ein Betroffener mit Hepatitis A zubereitet hat. Letzteres wird wohl nun in der Starbucks-Filiale in Clementon im US-Bundesstaat New Jersey passiert sein.

Eine Person raspelt Schokolade auf ein Starbucks-Getränk. (Symbolbild)
Ein Starbucks-Mitarbeiter hat sich mit Hepatitis A infiziert und weiter in seiner Filiale gearbeitet. (Symbolbild) © Luca Bruno/dpa

Typische Symptome von Hepatitis A sind:

Die Beschwerden können bis zu zwei Monate andauern, allerdings genesen die meisten Betroffenen danach wieder komplett und es kommt zu keinem Leberschaden. Nur in Ausnahmefällen kann eine Hepatitis-A-Infektion zu einem Leberversagen oder sogar zum Tod führen. Das passiert allerdings meist älteren Personen mit anderen schweren Vorerkrankungen, wie zum Beispiel einer Leberzirrhose.

Hepatitis A: Starbucks äußert sich

Daher hat sich jetzt auch Starbucks-Sprecher Dan Keashen nun genötigt gesehen, potenzielle Kunden zu warnen. Zudem rät er, dass diejenigen, die kürzlich dort waren – laut Starbucks frequentieren im Durchschnitt 600 Kunden die Filiale in Clementon – sich umgehend gegen Hepatitis A impfen sollen. Schätzungen zufolge könnten tausende Klienten betroffen sein.

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Der Appell ist deshalb so wichtig, weil Betroffene so schnell wie möglich die Impfung erhalten sollten: Nicht später als 14 Tage nach dem Erstkontakt. Diese kann im genannten Zeitraum vorbeugen, dass ein Infizierter eine schwere Entzündung der Leber entwickelt. Schließlich gilt die Hepatitis-A-Impfung unter Experten als sicher und effektiv. Die Grundimmunisierung besteht zwar aus zwei Impfungen, die in einem Zeitabstand von sechs Monaten verabreicht werden, dennoch soll bereits die erste Spritze für einen Schutz gegen Hepatitis-A-Viren von 90 Prozent sorgen.

Hepatitis A: Hunderte Kaffeeliebhaber sind betroffen

Dem Sprecher zufolge sollen bereits mehrere hundert Kunden diesem Aufruf gefolgt sein und haben sich beim Camden County Health Department eine Impfung geben lassen. Weitere sollen folgen. Demnach ist sie Keashen zufolge sogar die größte angelegte Impfaktion gegen Hepatitis A in der Geschichte des US-Bundesstaats.

Der infizierte Starbucks-Mitarbeiter selbst soll bereits beurlaubt und seine möglichen Kontakte ausfindig gemacht worden sein, heißt es weiter. Was die Behandlung der Viruserkrankung angeht: Ärzte empfehlen Betroffenen, sich auszuruhen, auf eine gesunde Ernährung zu achten und genug zu trinken. Nur in manchen Fällen benötigen Patienten eine medizinische Versorgung im Krankenhaus. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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