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Stroke Units: Die erste Adresse für Schlaganfall-Patienten

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Von: Kristina Wagenlehner

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Eine Stroke Unit ist eine Abteilung in einem Krankenhaus, die auf eine Behandlung von Schlaganfall-Patienten spezialisiert ist. Welche Voraussetzung eine zertifizierte Stroke Unit erfüllen muss, erklären wir hier.

Gütersloh – Eine Einheit gegen den Schlaganfall: So könnte man Stroke Unit ins Deutsche übersetzen. Und der Name ist Programm. Denn die Abteilungen sind Spezialeinheiten für das Krankheitsbild und gelten damit erste Adresse bei Anzeichen eines Schlaganfalls.

Stroke Units: Die Besonderheiten

In einer Stroke Unit ist alles auf die Behandlung von Schlaganfällen ausgerichtet. Die Station besitzt die Apparate und das Personal, um einen Schlaganfall bestmöglich diagnostizieren und therapieren zu können. Betroffene können dort rund um die Uhr überwacht werden. In einer Stroke Unit arbeiten FachärztInnen aus den Bereichen Neurologie, Kardiologie und Radiologie zusammen. Teilweise sind auch Neuro- und GefäßchirurgInnen vor Ort.

Hat der Schlaganfall ein Blutgerinnsel im Gehirn ausgelöst, ist es auf einer Stroke Unit möglich, Medikamente zu verabreichen, die das Gerinnsel lösen – also eine Thrombolyse durchzuführen. Auf immer mehr Stationen kann ein Gerinnsel auch mechanisch mithilfe einer Thrombektomie entfernt werden. Kommt es infolge eines Schlaganfalls zu schweren Hirnblutungen können mittlerweile mehr Stroke Units Notoperationen ermöglichen.

Stroke Units: Ausstattung und Zertifizierung

Für Stroke Units gelten besondere Regeln. Nur, wenn ein Krankenhaus die Standards erfüllt, bekommt es eine Zertifizierung. Diese gilt dann für drei Jahre. In Deutschland existieren 329 Stroke Units, eine davon ist die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz.* Die Deutsche Schlaganfall Hilfe, die an der Zertifizierung mitgearbeitet hat, nennt folgende Voraussetzung für eine Stroke Unit:

Zertifizierte Stroke Units finden Sie auf der Seite der Deutschen Schlaganfall Hilfe. Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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