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Putin an Parkinson erkrankt? Leiden kündigt sich schon viel früher an

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Von: Judith Braun

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Leidet Wladimir Putin unter Parkinson? Seine letzten Auftritte lösen Gerüchte über eine Erkrankung aus, die sich schon Jahre zuvor bemerkbar macht.

Moskau – Seit dem öffentlichen Auftritt von Wladimir Putin beim Ostergottesdienst in der Moskauer Erlöserkathedrale mehren sich die Spekulationen über eine mögliche Parkinson-Erkrankung des Kreml-Herrschers. Wenige Tage zuvor sorgte bereits ein Video mit seinem Verteidigungsminister Sergej Shoigu für ähnliche Gerüchte. Offenbar zeigte der russische Präsident mehrere Anzeichen, die auf die Erkrankung des zentralen Nervensystems hindeuten könnten. Welche Symptome und insbesondere Frühwarnsignale lassen die Krankheit erkennen?

Putin an Parkinson erkrankt? Leiden kündigt sich Jahre vorher an

Wladimir Putin steht in einer Kirche und hält eine Kerze. (Symbolbild)
Leidet Wladimir Putin unter Parkinson? (Symbolbild) © Sergey Guneev/IMAGO

In Deutschland leiden Hunderttausende unter Morbus Parkinson. Bei der Erkrankung des Nervensystems sterben Gehirnzellen, die Dopamin herstellen und für die Bewegung zuständig sind, nach und nach ab. Mithilfe von bestimmten Botenstoffen verständigen sich die Nervenzellen im Gehirn. Der Botenstoff Dopamin unterstützt die Nervenzellen normalerweise dabei, dass die Motorik und Muskelbewegungen richtig ablaufen können. Sterben die Gehirnzellen, die Dopamin produzieren, ab, können die Nervenzellen die Bewegungsabläufe nicht mehr richtig koordinieren. Bei Parkinson-Patienten wird die Bewegungsfähigkeit deshalb zunehmend eingeschränkt. Aktivität kann die Parkinson-Symptome allerdings abbremsen.

Ein typisches und sichtbares Symptom ist das Zittern von Händen und Füßen im Ruhezustand. Meist sind die betroffenen Nervenzellen dann jedoch bereits weitgehend ausgeschaltet. Dabei macht sich die Krankheit schleichend bemerkbar und kündigt sich schon viel früher mit Warnzeichen an. Diese Frühwarnsignale sind allerdings nicht so eindeutig und oftmals werden sie nicht mit der Krankheit in Verbindung gebracht. Wie eine Langzeitstudie zeigte, kann eine Grippeinfektion eine Erkrankung mit Parkinson begünstigen.

Parkinson: Krankheit mit Frühwarnsignalen, die nichts mit Motorik zu tun haben

Folgende frühen Symptome, die nichts mit der Motorik zu tun haben, könnten in Zusammenhang mit einer Parkinson-Erkrankung stehen:

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Diagnose von Parkinson: So stellen Ärzte fest, ob eine Person an der Schüttellähmung leidet

Ob eine Person tatsächlich an Parkinson leidet, können Ärzte über eine kleine Hautprobe feststellen. Durch den Nachweis von bestimmten Eiweißablagerungen in den Nervenenden der Haut gelingt bei Menschen in einem frühen Krankheitsstadium die Diagnose. In Deutschland sind zwischen 250.000 und 400.000 Menschen von der Krankheit betroffen, wobei mehr Männer als Frauen daran erkranken. Die Betroffenen sind bei der Diagnose durchschnittlich 60 Jahre alt.

Putin zeigt Anzeichen von Parkinson: Leidet der Kreml-Herrscher unter der Erkrankung des Nervensystems?

Ob Wladimir Putin tatsächlich an der – wie es im Volksmund häufig verwendet wird – „Schüttellähmung“ leidet, ist nicht bekannt. Mehreren Medienberichten zufolge wirkte er bei seinem Auftritt in der Ostermesse „zerbrechlich“ und unsicher. Er kaute offenbar auf seiner Lippe und an den Innenseiten seines Mundes herum, was auf einen trockenen Mund hindeuten könnte – laut „Daily Mail“ und „The Mirror“ ein Symptom einer Parkinson-Erkrankung. Zudem habe er bis auf ein kurzes Gebet in der Kirche nicht gesprochen. Bei der Aufzeichnung des Gesprächs mit seinem Verteidigungsminister hielt er sich außerdem mit einer Hand am Tisch fest. Seine linke Hand lag die ganze Zeit über versteckt in seinem Schoß.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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