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Kleine Wunden heilen: Mit selbst hergestellten Heilsalben aus Arnika und Spitzwegerich

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Von: Kristina Wagenlehner

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Ein Mädchen, das Skateboard fährt und Helm, Knie- und Ellbogenschoner trägt. (Symbolbild)
Auch wenn man gut geschützt ist – kleinere Verletzungen sind schnell passiert. (Symbolbild) © Agefotostock/Imago

Kleinere Wunden, Prellungen und Blutergüsse lassen sich gut mit selbst hergestellten Heilsalben aus heimischen Kräutern behandeln. Wir verraten, was Sie dafür brauchen.

München – Im Sommer wird draußen getobt: auf dem Fußballplatz, in der Wiese oder auf dem Spielplatz. Kleinere Verletzungen wie Schwellungen, Blutergüsse oder Kratzer sind da schnell passiert. Für diese kleineren Wunden sind selbstgemachte Heilsalben ideal, denn sie können die Heilung unterstützen und beschleunigen. 

Kleine Wunden heilen: Heilsalben aus Arnika und Spitzwegerich

Im Garten und am Wegesrand wächst so einiges, was wir für unsere Gesundheit nutzen können. Zum Beispiel das Superfood Brennnessel. Das kann gegen Beschwerden der Harnwege helfen, bei kleineren äußeren Verletzungen eignen sich andere Kräuter aber besser. Zum Beispiel Arnika und Spitzwegerich*.

Arnika heißt die Pflanze, die die Folgen von stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Stauchungen, Zerrungen und Blutergüssen (Hämatomen) lindern kann. Die Inhaltsstoffe von Arnika wirken allgemein schmerzstillend, antibakteriell und entzündungshemmend. Bei blutenden und offenen Wunden eignet sich Spitzwegerich. Die Blätter des Spitzwegerichs wirken antibakteriell, entzündungshemmend und besitzen eine blutstillende Wirkung. Auf Schürfwunden, Kratzern oder Schnitten kann man die Blätter, zerrieben oder zerkaut, direkt auflegen. Außerdem hilft Spitzwegerich gut gegen das Jucken nach einem Mückenstich.

Heilsalben mit Arnika und Spitzwegerich sind also ideal, um ein Anschwellen der Prellungen zu verhindern und die Gefahr von Entzündungen zu mindern. Sie eignen sich für fast alle Verletzungen, aber Achtung: Die Kräuter dürfen nicht vermischt werden. Das heißt eine Arnika-Salbe bei Prellungen und eine mit Spitzwegerich bei kleinen blutenden Wunden. Und das Beste: Die Heilsalben können Sie selbst herstellen. In kleinen Dosen oder als Sticks sind sie schnell zur Hand und Kinder können sie sogar selbst auftragen.

Kleine Wunden heilen: Heilsalben selbst herstellen

Arnika wächst vor allem auf Gebirgswiesen und steht unter Naturschutz. Deshalb darf sie nicht in freier Natur, außer im eigenen Garten, geerntet werden. Getrocknete Arnikablüten kann man aber in der Apotheke kaufen. Spitzwegerich wächst auf Wiesen, in Gärten und am Wegesrand und steht nicht unter Naturschutz. Allerdings sollte auch er vorher getrocknet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Für die Salbe benötigen Sie einen Ölauszug der Pflanze. Für einen schonenden Kaltauszug geben Sie die trockenen Kräuter in ein Glas und füllen es mit Öl auf. Lassen Sie die Blüten für einige Wochen an einem warmen Ort ziehen, schütteln Sie die Mischung hin und wieder und entfernen Sie regelmäßig das Kondenswasser. Alternativ kann ein heißer Ölauszug mit auf 80 bis 90 Grad Celsius erhitztem Öl gemacht werden, der nur wenige Stunden bis Tage ziehen muss. Diese Öle eignen sich:

Pro Salbe benötigen Sie 50 Gramm Ölauszug, sieben Gramm Bienenwachs (alternativ etwa sieben Gramm Carnaubawachs) und leere sterilisierte Lippenstifthülsen oder kleine Tiegel. Das Öl im Wasserbad auf etwa 65 Grad Celsius erwärmen und dann das Bienenwachs hinzugeben und schmelzen lassen. Das Öl in die Tiegel füllen und erkalten lassen. 50 Gramm Öl ergeben etwa acht bis zehn Sticks und sind für mehrere Monate haltbar.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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