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Gesund altern: Fünf Schlaf-Faktoren, die das Leben verlängern können

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Von: Judith Braun

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Gesunder Schlaf tut Körper und Wohlbefinden gut. Laut einer aktuellen Studie soll er zudem eine lebensverlängernde Wirkung haben.

Viele Menschen träumen davon, gesund zu altern und die gesunde Lebensphase zu verlängern. Heutzutage gibt es Erkenntnisse darüber, dass beispielsweise die richtige Ernährung den Alterungsprozess aufhalten kann. Dabei kommt es nicht nur auf die Lebensmittel, sondern auch auf die Ernährungsweise an. So kann mithilfe von Fasten die Alterung zum Beispiel gebremst werden. Außerdem spielt auch Bewegung eine entscheidende Rolle, denn schnelles Gehen soll das Leben verlängern können. Ein weiterer Aspekt ist der Schlaf: Gesunder Schlaf ist nicht nur wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Wie Forscher herausgefunden haben, kann ein idealer Schlaf lebensverlängernd wirken.

Altern aufhalten: Fünf Faktoren für Schlafqualität – idealer Schlaf kann Leben verlängern

Frau sitzt auf Bett
Die Schlafqualität beeinflusst das Sterberisiko durch verschiedene Ursachen, wie eine aktuelle Studie zeigt. © Monkey Business 2/IMAGO

In ihrer Studie, die laut einer Pressemitteilung auf dem Fachportal Science Daily demnächst auf einem Kongress des American College of Cardiology (ACC) mit dem Weltherzverband (World Heart Federation) vorgestellt wird, werteten US-Forscher Daten von über 170.000 Menschen aus. Die Teilnehmer waren im Durschnitt 50 Jahre alt und hatten zwischen 2013 und 2018 an einer Umfrage der US-Behörde „Centers for Disease Control“ teilgenommen. Dabei wurden auch Fragen zum Schlaf und ihren Schlafgewohnheiten beantwortet. Da während dieser Zeit fast 8.700 Teilnehmer starben, war es den Wissenschafltern möglich, einen Zusammenhang zwischen Tod und Schlafqualität zu untersuchen. Als Indikatoren für die Schlafqualität bewerteten die Forscher fünf folgende Faktoren:

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Altern: Guter Schlaf reduziert Sterberisiko durch verschiedene Ursachen

Die Ergebnisse zeigten, dass bei den männlichen Teilnehmern, die nach eigenen Angaben alle fünf Merkmale für guten Schlaf erfüllten, die Lebenserwartung um 4,7 Jahre höher war als bei denjenigen, die keinen oder nur einen der fünf Faktoren erfüllten. Bei Frauen war die Lebenserwartung um 2,4 Jahre höher. Die Wissenschaflter berücksichtigten bei ihrer Analyse weitere Faktoren, die das Sterberisiko erhöhen, darunter zum Beispiel Rauchen, Alkoholkonsum, niedriger sozioökonomischer Status und andere Erkrankungen.

Demnach erkannten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und den Todesursachen der Probanden. Jeder dritte Todesfall (30 Prozent) ging auf eine Krebserkrankung zurück. An den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung starben 24 Prozent. Die restlichen 46 Prozent wurden auf andere Ursachen zurückgeführt. Die Ergebnisse zeigten nun, dass bei Menschen mit der besten Schlafqualiät im Vergleich zu jenen mit einer sehr schlechten Schlafqualität die Wahrscheinlichkeit aus irgendeinem Grund zu sterben um 30 Prozent geringer war. Die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, war zudem um 21 Prozent geringer. Das Risiko, an Krebs oder anderen Ursachen (z.B. Unfälle, Demenz, Parkinson oder Infektionen) zu sterben, war um 40 Prozent reduziert.

Altern: Idealer Schlaf erhöht Wahrscheinlichkeit, länger zu leben

Laut Frank Qian, Assistenzarzt für Innere Medizin am Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston und Co-Autor der Studie, konnten die Forscher eine „Dosis-Wirkungs-Beziehung“ feststellen. „Je mehr vorteilhafte Faktoren jemand in Bezug auf eine höhere Schlafqualität hat, desto geringer ist auch die kardiovaskuläre Sterblichkeit aller Ursachen“, meint der Wissenschaftler laut der Pressemitteilung. So kommt es demnach nicht nur auf die Schlafdauer, sondern auch auf die Qualität des Schlafes an: „Man muss wirklich einen erholsamen Schlaf haben und darf keine Probleme beim Ein- und Durchschlafen haben.“ Daher lautet Qians These, dass Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit länger leben würden, wenn sie besser und idealer schlafen. „Wenn wir Schlaf insgesamt verbessern können, wofür das Erkennen von Schlafstörungen besonders wichtig ist, können wir frühzeitige Sterblichkeit vielleicht zum Teil verhindern.“

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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