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Bewegung gegen Altern: Gehen Sie sich jung - Ihr Tempo ist ausschlaggebend

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Von: Judith Braun

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Den Alterungsprozess kann man nicht nur mit der richtigen Ernährung aufhalten. Auch Bewegung spielt eine Rolle. Entscheidend ist die Gehgeschwindigkeit.

Ein langes und gesundes Leben, das wünschen sich vermutlich viele Menschen. Dabei kann man den Alterungsprozess durchaus aktiv beeinflussen. Ernährung spielt hier zum Beispiel eine wichtige Rolle. Neben verschiedenen verjüngenden Verhaltensweisen soll die Kalorienreduktion ein wissenschaftlich nachgewiesener lebensverlängernder Faktor sein. So schwört auch Moderatorin Nina Ruge auf diese Ernährungsregel und hört mit dem Essen auf, bevor sie satt ist. Daneben ist Bewegung eine zweite wichtige Komponente, möchte man länger jung bleiben. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass schnelles Gehen ebenfalls einen positiven Effekt auf das biologische Alter hat.

Altern: Schnelles Gehen kann Leben um bis zu 16 Jahre verlängern

Zwei Personen gehen nebeneinander.
Wer schneller geht, altert langsamer. Das zeigen Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Leicester. © Maskot/IMAGO

Gehen hat grundsätzlich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. So reichen schon weniger als 10.000 Schritte am Tag aus, um das Risiko für Krebs oder Herz-Erkrankungen zu reduzieren. Wer den Alterungsprozess aufhalten möchte, der sollte beim Laufen allerdings auf seine Geschwindigkeit achten. Forscher der Universität Leicester in Großbritannien haben nämlich in ihrer im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie herausgefunden, dass Menschen, die schneller gehen, länger jung bleiben. Demnach wirkt sich die Gehgeschwindigkeit eines Menschen darauf aus, wie schnell seine Zellen altern. Das rasche Gehen hat somit einen positiven Einfluss auf das biologische Alter.

Das Forscherteam um Studienleiter Dr. Paddy C. Dempsey untersuchte DNA-Proben von mehr als 400.000 mittleren Alters, die an einer Langzeitstudie teilgenommen hatten. Die Proben verglichen sie mit den Angaben zu ihrem Schritttempo. Im Fokus der genetischen Analyse standen für die Wissenschaftler die sogenannten Telomere. Diese sitzen auf den Enden der Chromosomen und schützen sie. Da die Telomere bei jeder Zellteilung kürzer werden und mit zunehmendem Alter schrumpfen, sind sie ein zuverlässiger Biomarker, wenn es um den Gesundheitszustand einer Person geht. Außerdem wurden die Teilnehmer gebeten, ihre eigene Schrittgeschwindigkeit einzuschätzen.

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Studie zum Altern: Wer schneller geht, lebt länger – laut Forschern

Für ihre Untersuchung teilten die Forscher die Gehgeschwindigkeit in drei Kategorien ein. Ein Tempo von weniger als etwa 4,83 Kilometern pro Stunde wurde als langsam eingestuft. Als schnell galt ein Tempo von über ca. 6,44 Kilometern pro Stunde. Alle Werte dazwischen fielen unter die Kategorie durchschnittlich schnell. Schließlich zeigte sich, dass schnelle Geher unabhängig von anderen Faktoren wesentlich langsamer alterten. Anhand der Ergebnisse konnte also eine kausale Wirkung des Schritttempos auf die Telomerlänge als Biomarker abgeleitet werden. Somit kann ein schnelles Gehtempo während des gesamten Lebens laut den Studienerkenntnissen dazu führen, dass das biologische Alter einer Person 16 Jahre jünger ist als ihr chronologisches Alter.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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