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AstraZeneca: STIKO empfiehlt die zweite Impfung mit einem anderen Impfstoff

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Von: Kristina Wagenlehner

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Eine Frau zieht eine Impfung auf. Im Vordergrund stehen Impfdosen von Astranzeneca und Biontech/Pfizer. (Symbolbild)
Wer auf seine zweite Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca wartet, soll nun einen anderen Impfstoff als Zweitimpfung erhalten. (Symbolbild) © Nathan Denette/Imago

Die STIKO hat ihre Impfempfehlung für AstraZeneca angepasst. Zweitimpfungen sollen nun mit einem anderen Impfstoff durchgeführt werden.

Berlin – Die Ständige Impfkommission (STIKO) legt eine neue Empfehlung vor: Wer nach einer Erstimpfung mit AstraZeneca noch keine Zweitimpfung erhalten habe, solle nun unabhängig vom Alter als zweite Dosis Biontech oder Moderna erhalten. Die Gründe dafür sind überzeugend und auch die aktuellen Entwicklungen spielen eine Rolle.

AstraZeneca: Warum die STIKO ihre Empfehlung änderte

Die STIKO hat ihre Impfempfehlung für eine Zweitimpfung nach einer ersten AstraZeneca-Dosis geändert. Warum sie ihre Empfehlung überarbeitete, erklären die Expertinnen und Experten folgendermaßen: Die Immunantwort sei nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten „deutlich überlegen“. So sollen Impfwillige künftig unabhängig von ihrem Alter mit der zweiten Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten, teilte das Gremium mit. Neu ist auch die Studie, dass die mRNA-Impfstoffe offenbar besonders lange vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen.

Während AstraZeneca ein Vektorimpfstoff ist, sind Biontech/Pfizer und Moderna mRNA-Impfstoffe. Mediziner sprechen dann von einem heterogenen Impfschema. Bisher wurde das heterogene Impfschema nach der Erstimpfung mit AstraZeneca nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen hatten, bevor das Vakzin nur noch für Menschen ab 60 Jahren empfohlen wurde.

AstraZeneca: Zweitimpfung „zeitgerecht“ wahrnehmen

Die Delta-Variante des Corona-Virus grassiert. Mittlerweile ist sie auch in Deutschland angekommen*. Dies im Hintergrund empfiehlt die STIKO die Zweitimpfung „zeitgerecht“ wahrzunehmen. Bisher lag der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung bei AstraZenca zwischen vier und zwölf Wochen. War der Abstand länger, hatte das keine Auswirkung auf die Schutzwirkung der Impfung. Mit der neuen Empfehlung verringert sich dieses Zeitintervall. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die Empfehlung gelte „vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren“, hieß es. (Mit Material der dpa)

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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