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Ausschlafen am Wochenende soll ungesund sein

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Von: Judith Braun

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Schlafen Sie am Wochenende auch gerne etwas länger? Dann sollten Sie dies vielleicht einmal überdenken. Studien zeigen: Es kann dem Körper schaden.

München – Schlaf ist nicht nur bei Erkältung oder Grippe die beste Medizin. Christian Benedict, preisgekrönter Ernährungswissenschaftler und Schlafforscher, behauptet sogar, dass genügend Nachtruhe nicht nur zu besserer Gesundheit verhelfen kann, sondern Menschen schlanker und schlauer macht. Gerade das Wochenende nutzen deshalb viele dazu, um einmal richtig auszuschlafen und ihren Schönheitsschlaf nachzuholen. Doch ist das wirklich zu empfehlen?

Ausschlafen: Ist langes Schlafen ungesund?

Wie mehrere Studien zeigen, kommt es nämlich weniger auf die Dauer des Schlafs an als viel mehr auf seine Regelmäßigkeit. Das Team von Wissenschaftlern um Dr. Michael A. Grandner analysierte laut „t-online.de“ die Schlafgewohnheiten von fast 1000 erwachsenen Menschen im Alter von 22 bis 60 Jahren.

Dabei kam es zu dem Ergebnis, dass Ausschlafen am Wochenende nicht unbedingt förderlich ist, wenn sich der Rhythmus des Zubettgehen und Aufstehen dadurch verändert. Die Folgen der unregelmäßigen Schlafenszeiten bei den Probanden seien unter anderem verstärkte Müdigkeit und schlechtere Laune gewesen. Ähnlich kann uns auch die Nutzung des Smartphones kurz vor dem zu Bett gehen die Nachtruhe rauben.

Eine Frau liegt schlafend mit einem Buch in einem Bett. (Symbolbild)
Ist Ausschlafen etwa ungesund? Wissenschaftler kamen zu dem überraschenden Ergebnis, dass langes Schlafen am Wochenende dem Körper schaden kann. (Symbolbild) © Vasily Pindyurin/IMAGO

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Ausschlafen: Langes Schlafen am Wochenende kann Diabetesrisiko erhöhen

Schlechtere Blutwerte zeigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Studie der Universität von Pittsburgh, die im Fachmagazin „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ veröffentlicht wurde. Ein Großteil der 447 männlichen und weiblichen Probanden ging am Wochenende später ins Bett und stand später auf als unter der Woche. Sie zeigten ein erhöhtes Diabetesrisiko und höhere Werte beim Body Mass Index. Dabei spielten ihre Sport- und Essgewohnheiten in dieser Studie keine entscheidende Rolle. Allerdings können bestimmte Nahrungsmittel auch einen erholsamen Schlaf fördern und bei Schlafstörungen helfen.

Experten raten acht Stunden Schlaf – dabei sollten Sie aber trotzdem auf ihren Körper hören

Im Idealfall sollten wir also an jedem Tag zur selben Zeit ins Bett gehen und am nächsten Tag zur gleichen Zeit aufstehen. Lange Zeit empfahlen Wissenschaftler Erwachsenen eine Nachtruhe von ungefähr acht Stunden. Einige US-Forscher gaben bereits Empfehlungen einer optimalen Schlafdauer ab, gestaffelt nach Alter. Falls man nach dem Ausschlafen immer noch müde ist, könnte das mitunter ein Signal für chronische Müdigkeit sein*. Letztendlich ist aber auch der Schlaf etwas Individuelles und jeder sollte dabei eben auch auf seinen Körper hören.

Von der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde beispielsweise behauptet, sie benötige nur vier bis fünf Stunden Schlaf. Mit diesem Gerücht räumte sie später dann allerdings auf: „Nee, nicht jede Nacht!“, soll sie gesagt haben. Um ihre Laune oben zu halten, gönnt auch sie sich wohl ab und an ein paar Stunden mehr Schlaf. *Mekur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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